Bombardiert Bern!

3. Februar 2010

Claudia Roth ist einmal mehr betroffen und weiß vor allem schon alles ganz genau:

“Grünen-Chefin Claudia Roth schlüpfte in die Rolle des früheren Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und attackierte die Schweiz: ‘Wer ist denn der Hehler in dieser Geschichte? Das ist nun einmal so, dass die Schweizer Banken mit flüchtigem Geld, mit Diebesgut, de facto Hehlerei betreiben.’”

Wer bisher annahm, die Schweiz sei ein so souveräner wie demokratischer Rechtsstaat, der kann in diesen Tagen wahrlich nur staunen. Denn offenbar ist weder das eine noch das andere der Fall.

Deutsche Politiker, die einer Vermögenssteuer sich mit dem Hinweis verweigern, Betroffene würden im Falle ihrer (Wieder-)Einführung das Land verlassen, blasen nun zur Jagd auf die Schweiz.

Daß in diesem Staat manche Dinge anders gehandhabt werden als anderswo, Bürgerrechte wie etwa der Schutz privater Daten mehr gelten als beispielsweise in Deutschland, macht die Schweiz zum Verbrecher.

Mit nicht wenig Geld soll das illegale Ausspähen von Daten in der Schweiz belohnt werden, der Zweck heiligt das Mittel:

“Scharf kritisierte Roth die teils zögerliche Haltung der Bundesregierung gegenüber einem Daten-Kauf. ‘Das riecht schon wieder nach Klientelpolitik’, sagte sie. Es scheine so, als wollten Teile der Union und der FDP ihre ’schützende Hand’ über Steuersünder halten.”

“Datenschutz darf aber nicht zum Täterschutz werden”, forderten die dafür berechtigt heftig kritisierten Unionsparteien in ihrem Wahlprogramm 2009. Heute, scheint’s, genießt die Schweiz zunächst nicht einmal mehr staatliche Souveränität.

Und noch weniger gilt das gerade auch gegen die Union betonte Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das in der Schweiz verletzt wurde, etwas. Schweizer Banken sind ausnahms- und beleglos “Hehler”.

Es muß ja aber auch keine reaktionäre “Kultur”, die Kopftuchmädchen hervorbringt und nichts als Repression, gegen die Zumutungen von Aufklärung und Freiheit verteidigt werden …

tw_24 Gesellschaft ,

Ramsauer sagt dem Englisch den Kampf an

31. Januar 2010

So so, also mir gefällt das grundlegend, aber was passiert dann damit?

http://www.bmvbs.de/en

Und mal so gefragt, wieso muss man sich erst deutsche Namen für Sachen ausdenken? Deutsche Worte gibts doch schon genug,oder? *g*

Rene Gesellschaft ,

Tschekisten-Bilanz

30. Januar 2010

“Betrachtet man die Zahl der Anmeldungen pro Beauftragten (Hauptbeauftragte und Einzelbeauftragte) lag der RBB im Jahr 2008 mit 73,63 Anmeldungen (Hörfunk und Fernsehen) je 100.000 Haushalte im vorderen Bereich der Landesrundfunkanstalten. Im direkten Vergleich erzielten beispielsweise der BR nur 53,85 Anmeldungen und der NDR/RB lediglich 49,63 Anmeldungen pro Beauftragten. Bezieht man in diese Betrachtung auch die Unterbeauftragten ein, deren Tätigkeit sich gleichfalls in der Zahl der Anmeldungen niederschlägt, meldete jeder Beauftragte des RBB 21,2 Geräte und des HR 21,11 Geräte an, während jeder Beauftragte des SWR/SR nur 8,17 und jeder WDR-Beauftragte lediglich 5,55 Geräte anzumelden vermochte. [..]
Während die Beauftragten des WDR in einem Turnus von 6 bis 24 Monaten erneute Prüfungen vornehmen, beträgt der Turnus beim BR 20 bis 48 Monate. Beim RBB liegt dieser zwischen 12 bis 24 Monaten.”

(17. KEF-Bericht, Mainz 2009, S. 229f.)

tw_24 Gesellschaft ,

Ausgesperrt: Freunde der offenen Gesellschaft ohne Gedächtnis (aktualisiert)

19. Januar 2010

Überraschung bei den Freunden der offenen Gesellschaft (FdoG): Am 5. Tag des noch jungen Jahres fanden zunächst die aktiven Mitglieder des Blogs beim Blick auf ihren Nutzerstatus von gleichberechtigten Administratoren sich degradiert zu Autoren, und nun sind sie nicht einmal mehr das – das Blog, das lange Zeit erreichbar war unter FdoG.org bzw. fdog.wordpress.org, ist mit seinen Inhalten verschwunden.

Ein früheres Mitglied, so die Vermutung, hat, da es seine administrativen Rechte behielt, diese ohne Ankündigung oder Begründung genutzt und damit durchaus auch kontroverse Beiträge zum Zeitgeschehen der vergangenen rund viereinhalb Jahre nicht nur ihren Autoren entzogen, sondern auch den Lesern, die nun wohl auch sich wundern, weshalb der ‘aktuellste’ Beitrag vom 18. Mai 2005 stammt.

Daß bloggende Zeitgenossen mehr oder weniger lange Auszeiten nahmen und nehmen werden, ist nachvollziehbar, daß es Boardbetreiber gibt, die überraschend dazu neigen, ganze Diskussionsforen verschwinden zu lassen, erlebten wir schon. Nun trifft es die (verbliebenen) Freunde der offenen Gesellschaft, doch verständlicher wird uns das nicht.

Gerade in einem Umfeld, das sich dem offenen Diskurs verschrieben hat, sollten Meinungsverschiedenheiten eben offen ausgetragen werden können, jedenfalls aber mit- statt gegeneinander oder durch schlichtes Abschalten. Gerade letzteres ist einfach schlechter Stil, besonders gegenüber den (ehemaligen) Mitstreitern, die so kalt enteignet werden, ihres Gedächtnisses beraubt.

Die (verbliebenen) Freunde der offenen Gesellschaft wollen durch diese Mißachtung und Vernichtung ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren sich nicht einschüchtern lassen und machen – vorerst – unter neuer Adresse weiter:

 
Einen Rest von Anstand könnte der machtbewußte adminfdog zeigen durch die Bereitstellung einer Kopie der Beitragsdatenbank, wenn es schon nicht zur Wiederherstellung des alten Zustands reicht.

Nachtrag:

In einem, nun ja, “Bekennerschreiben” erklärt ein _datenkollektiv|taskforce_pswd*, es habe sich Zugang zum Blog der Freunde der offenen Gesellschaft verschafft und den “hier versammelten kapitalismus apolegeten den zugang gesperrt. bald werden wir dies blog und den hellbraunen inhalt entsorgen.”

Als Grund gibt das _datenkollektiv|taskforce_pswd* an, die Freunde der offenen Gesellschaft hätten vorgegeben “, gegen antisemitismus zu sein”. Dies allerdings werde “durch ihre unterstützung für den kapitalismus widerlegt [..], der den antisemitismus notwendig hervorbringt.”

taskforce_pswd_sl

Linken Antisemitismus, soll das wohl heißen, kann es nicht geben, und er darf deshalb nicht thematisiert werden, selbst wenn linke Schläger etwa ankündigen, in Berlin “in neuer Frische am alten Platz” bereitstehen zu wollen, um daselbst die israelische Regierung zu empfangen und ihr “klarzumachen, dass der Spaß in Deutschland vorbei ist”.

tw_24 ForenNews, Frechheiten ,

1.000 Jahre Roland Koch: Zwang macht glücklich

16. Januar 2010

Roland Koch will eine Arbeitspflicht einführen. Nur durch Arbeit, und gemeint ist hier konkret die ‘unselbständige’, so die Überzeugung des “brutalstmöglichen Aufklärers” “jüdischer Nachlässe”, könne der Mensch sich verwirklichen, sich ‘integrieren’, ja, erst durch das Gefühl, ‘gebraucht zu werden’, und zwar zu explizit so bezeichneter “niederwertige[r] Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung”, dürfe er glücklich sein. “In Deutschland gibt es Leistungen für jeden, notfalls lebenslang. Deshalb müssen wir Instrumente einsetzen, damit niemand das Leben von Hartz IV als angenehme Variante ansieht.” meint Roland Koch in einem Interview mit der Wirtschaftswoche.

Ob Hartz IV, benannt nach einem rechtskräftig verurteilten Freund eines ehemaligen deutschen Kanzlers, der gern sich ablichten läßt mit Despoten, die ihre eigene Bevölkerung zusammenknüppeln und -schießen lassen, “angenehm” ist, muß hier nicht weiter interessieren. Für Roland Koch macht offenbar Arbeit glücklich, die nicht etwa Verpflichtung ist, sondern Pflicht. Zwang ist “angenehm” auf dem Planeten Koch, Zwang nachzugeben wohl höchste Erfüllung. Wie weit entfernt ist Roland Koch von Zynismus und Menschenverachtung jener, die “Arbeit macht frei” zur Begrüßung zur Vernichtung durch “niederwertige Arbeit” bestimmter Menschen erdachten? Hat er vielleicht jene schon überholt?

tw_24 Gesellschaft ,

SPIEGEL online rechnet

11. Januar 2010

Was steckt dahinter, wenn SPIEGEL online titelt: “Bundesagentur muss jeden dritten Hartz-Bescheid nachbessern”? Sind dann von drei Hartz-Bescheiden ganze zwei korrekt? Nein. Es sind mehr. SPIEGEL online kann nur keine korrekten Überschriften formulieren.

“Hartz-IV-Empfänger haben in den ersten elf Monaten des Jahres 2009 in über 267.000 Fällen fehlerhafte Bescheide erhalten. Nach Angaben des ARD-Magazins ‘Report Mainz’ war damit mehr als jedes dritte Widerspruchsverfahren gegen die zuständigen Jobcenter erfolgreich.”

spon100111

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Wissenschaft ganz einfach: Freier Fall in der kalten Jahreszeit

7. Januar 2010

Im Sommer sind die Tage lang und die Nächte kurz; und wenn etwas von oben nach unten fällt, so wird es dabei schneller. Im Winter dagegen ist das anders: Die Tage sind kurz und die Nächte lang; und was herunterfällt, wird dabei immer langsamer. Physik mit dem Hessischen Rundfunk.

Und in der nächsten Woche erklären wir, wie groß die Fallhöhe im Winter mindestens sein muß, damit ein fallender Ast oder eine Baumkrone zwei Meter vor dem Boden aufhört herunterzufallen.

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Prima Klima

23. Dezember 2009

Es gibt nicht wenige, die ernsthaft daran glauben, daß es eine Erderwärmung gibt, für die der Mensch verantwortlich sein soll. Die Deutsche Bahn, die unter “sibirischen Temperaturen” leidet, scheint sie zu widerlegen:

“Der Bahn-Sprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Jörg Böhnisch, räumte dagegen ein grundsätzliches Problem mit den sogenannten ICE-T ein: ‘Die Fahrzeuge sind nicht so gebaut, dass sie diesen sibirischen Temperaturen standhalten’, sagte er im Mitteldeutschen Rundfunk. Sie seien auf einen normalen mitteleuropäischen Winter ausgelegt.”

Prima Klima also nicht für die Bahn und deren Kunden; dafür aber wohl für’s Klima, das so gar nicht sich verhalten will, wie es die “Wissenschaft” vorhersagt.

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Aldi backt die Krise

21. Dezember 2009

Triumph des Wollens

20. Dezember 2009

SPIEGEL online hat eine neue Top-Story: “Weltumseglerin Laura Dekker verschwunden”. Was macht für SPIEGEL online einen Teenager zur Weltumseglerin? Das:

“Laura Dekker wollte partout allein rund um den Globus segeln. Doch niederländische Familienrichter durchkreuzten ihren Rekordversuch. Frühestens im Sommer 2010 dürfe die erst 14-Jährige in See stechen, entschieden sie.”

Aber nun ist die Weltumseglerin ja vielleicht unterwegs, den Titel sich zu verdienen – und SPIEGEL online fiebert mit:

“Machte sich die Schülerin etwa verbotenerweise mit ihrem Segelboot auf den Weg?”

Früher hieß es wohl, “SPIEGEL-Leser wissen mehr”. Heute sind sie nur noch zu bedauern, werden ihnen doch Fragen vorgesetzt, die – anderswo – schon beantwortet scheinen:

“Nach Aussage eines Seemanns soll sich das Segelschiff des Mädchens aber noch im Heimathafen befinden.”

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Bildungsstreik 2009: Das subjektive Individuum, der autoritäre Druck und die Entfaltung in Liebe

11. Dezember 2009

GEZ für alle: Auch Fernsehverweigerer müssen das Staats-TV unterstützen

8. Dezember 2009

Deutsche Ministerpräsidenten lieben ihr Staatsfernsehen. Jene, die sie regieren unterdessen, lieben das Staatsfernsehen immer weniger, das böse Internet mit all seinen Angeboten hingegen offenbar immer mehr. Diese Aufmüpfigkeit muß, logisch, bestraft werden, weshalb unter fernsehverliebten Ministerpräsidenten nun Pläne geschmiedet werden, internetfähige Geräte zu verteuern.

“Besitzer von internetfähigen PCs oder Handys sollen künftig höhere GEZ-Gebühren zahlen. Das sehen Pläne der Ministerpräsidenten vor, wie das Online-Magazin ‘Carta’ berichtet. Wer bislang einen internetfähigen PC aber keinen Fernseher hatte, musste monatlich 5,76 Euro zahlen. Demnächst sollen 17,98 Euro fällig werden – also gut das Dreifache.”

Es geht – wohlgemerkt – nicht um Geräte, die etwa vermittels TV-Karte die Programme der zahlreichen deutschen Staatssender empfangen können, sondern eben gerade auch um das Smartphone, mit dem irgendwie auf das Internet zugegriffen werden kann, bei dem aber allein schon der Display-Größe wegen der Genuß eines Spielfilms unmöglich scheint.

“Die neue Regelung soll den Wegfall von Gebühreneinnahmen durch Fernsehabstinenz kompensieren.”

Die staatlichen Fernsehfunker produzieren ein Programm, das sich immer weniger Menschen weder auf dem TV-Empfänger noch auf dem Handy-Display antun wollen, bezahlt werden muß es trotzdem auch bei Nichtkonsum. Und entgehen können soll dieser Strafzahlung nur, wer nachweist, daß er überhaupt kein Empfangsgerät, also auch kein “neuartiges”, bereithält.

Da fabulieren die deutsche und Länder-Regierungen auf einem IT-Gipfel über wunderbare vernetzte Kommuikationswelten, die mit Fernsehen ungefähr so viel zu tun haben wie das ZDF mit Staatsferne oder die tagesthemen mit Nachrichten, während sie, da die vielfältige private Kommunikation ihr Staatsfernsehen überflüssig macht, diese mit monatlich zu entrichtenden zweistelligen Strafgebühren belasten wollen – das ist wahrlich Politik aus einem Guß.

Angesichts solcher Pläne müssen, scheint’s, gerade deutsche Verleger über Micropayment für ihre Artikel gar nicht mehr nachdenken. Wer 18 Euro im Monat zusätzlich berappen muß, weil er auf das Staatsfernsehen verzichtet, nicht aber auf, sagen wir, Twitter, hat bestimmt auch noch etwas Geld übrig für ein paar Archiv-Artikel. Bestimmt? Ganz bestimmt.

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Kai, der Blogger

7. Dezember 2009

Guten Tag, meine Damen und Herren. Das Ende einer Epoche. Heute morgen fand ich auf meinem Schreibtisch wieder einen Brief der Genossen. Leider wurde mein Antrag auf außerordentliche Mitgliederversammlung (muhhaaahh) Genossenschaftssitzung abschlägig beschieden. Was ich verkraften kann. Denn nach allem was ich höre, hat die Freiheit der Kunst und Satire obsiegt.

Die taz darf ihren Pimmel behalten – die Mehrheit der Redaktion hat sich standhaft (hihihi) gegen die Amputation (lol) gewehrt. Ich gehe also davon aus, dass der Vorstand demnächst auch förmlich den Schwanz einzieht (hahahaha) den Beschluss zur Beschneidung (pruuuuust) des öffentlichen Raumes zurücknimmt. Oder?

Okay. Das waren dann auch genug Lacher zum Thema. Betrachten wir die Diskussion als erledigt.

Ich fang eigentlich ungern mit Zitaten an, aber das da, also das blödsinnige Gefasel mit viel Muhahaha, prust und hihihi kommt nicht aus irgend einen l33t3n Chan, oder aus irgeneinem Forum wo sich die vornehmlich hormongesteuerte Jugend über erste Fummelversuche unterhalten.

Nein, das hab ich grad im Blog des Herrn Kai  Diekmann ausgebudelt. Also ich war immer weit davon weg, die Bild als ansatzweise seriös anzusehen, aber das der Vorturner so weit aus der Spur läuft erstaunt selbst mich.

http://www.kaidiekmann.de/category/meine-taz/

Aber immerhin ergänzt er sich damit wunderbar mit seinen Kommentatoren.

http://www.kaidiekmann.de/idiot-groskotz-nicht-der-aller-klugste/2009/10/27/#more-2572

Rene Gesellschaft , ,

Sachsen feiert: Suse 11.2 ist da!

2. Dezember 2009

Das Unternehmen Linux ist schon fantastisch. Es hat eine schier unüberschaubare Zahl von Betriebssystemen von A wie Alt Linux bis Z wie ZevenOS im Angebot, insgesamt bestimmt 6329, und dennoch kann Linux offenbar jedes dieser Betriebssysteme noch aktualisieren – der Konkurrent Microsoft pflegt hingegen ein weit weniger umfangreiches Produktportfolio.

Umso mehr wissen wir zu schätzen, daß die Fachkräfte der Freien Presse den umfangreichen Linux-Katalog noch durchschauen:
freiepresse091202hl

(Freie Presse 02.12.2009, S. B1, Scan: bofh)

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White IT

30. November 2009

So sieht es aus, wenn ein Bündnis aus Industrie und Politik mit SilverlightMicrosoft zeichnet für die Gestaltung mitverantwortlich – und Google Analytics (!) ein “Bündnis gegen Kinderpornographie” sein will. Echt stark.

WhiteIT

tw_24 Frechheiten

Bild des Tages

27. November 2009

Wer schon immer wissen wollte, wie die Polizei vorgeht in ihrem Kampf gegen Kinderpornographie, muß SPIEGEL online, das Portal des Klatschheftchens Der SPIEGEL, visitieren, das Beamten exklusiv bei der Dateiensichtung über die Schulter blickt:

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Leider verraten die investigativen Aufklärer nicht, ob die Farbe der “Dateien” etwas zu tun hat mit dem Geschlecht möglicherweise Abgebildeter …

tw_24 Schlachtzeilchen

Landesverteidigung: CDU hungert Hungerkatastrophe an deutschen Schulen aus

21. November 2009

An deutschen Schulen spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab. Aber wenigstens die CDU im offenbar besonders betroffenen Baden-Württemberg will nun endlich handeln:

“Man wolle nicht länger akzeptieren, dass halbverhungerte Kinder in den Schulen säßen, sagte Generalsekretär Strobl auf dem Landesparteitag in Friedrichshafen. Seine Partei werde deshalb nach Wegen suchen, Eltern zu sanktionieren. [..] [W]enn Eltern ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkämen und selbst für einfachste Dinge keine Sorge trügen, müsse das Konsequenzen haben. Im Gespräch sind unter anderem die Einbehaltung des Kinderzuschlags beim Arbeitslosengeld II oder die Kürzung des Kindergelds.”

Das ist nur logisch, denn vom gekürzten Geld wird dann von den so sanktionierten Eltern mit Sicherheit das gesunde Essen gekauft, das nach Angaben einiger Experten ohnehin schon nicht mit Regelleistungen bezahlbar ist.

Für Schüler wie Eltern kostenloses an Schulen verteiltes Obst lehnen tapfere Christenmenschen allerdings auch ab.

“Jedem Grundschüler täglich kostenlos einen Apfel oder ein anderes Stück Obst reichen, das will die EU mit ihrem Schulobstprogramm. Sachsen wird sich daran aber nicht beteiligen, beschloss das Kabinett.”

“Das EU-Schulobstprogramm, mit dem Brüssel die Bundesländer zur kostenlosen Verteilung von Äpfeln, Birnen und anderem gesundem Grünzeug an Schulen ermuntern wollte, hat in Hessen offenbar keine Chance. [..]

Nein zum Schulobstprogramm sagen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern – weil’s zu kompliziert sei. Außerdem Niedersachsen – weil’s zu teuer sei. Einen niedersächsischen CDU-Abgeordneten zitierte das Hamburger Abendblatt Ende Oktober sogar mit der Warnung: ‘Wenn der Apfel gratis ist, wird er bald als Wurfgeschoss von Schülern benutzt!’”

Auch das ist eine in der Tat überaus reale Gefahr, denn besonders Halbverhungerte neigen dazu, mit Schulobst um sich zu werfen, das sie eben deshalb nicht bekommen werden, während daheim vom wegsanktionierten Geld endlich reichlich aufgetischt wird. Und so wird niemand mehr hungern müssen.

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Deutsche Qualitätsmedien: Dümmer als “Palästinenser”

21. November 2009

Am 19. November tickerte Associated Press (AP) über Pläne der Stadtverwaltung Jerusalems, für arabische Bewohner der israelischen Hauptstadt 5.000 Wohnungen zu errichten.

“The Jerusalem municipality on Thursday issued a statement detailing plans to build 5,000 new housing units for Palestinians in three neighborhoods in the eastern sector.”

Die “palästinensische” Maan News Agency berichtete am gleichen Tag Einzelheiten:

“Israel’s Jerusalem Municipality on Thursday publicized plans to build 5,000 housing units for Palestinians.

The construction proposals, which had yet to be approved by any local or district community, were aimed to build houses for Palestinians largely in Tel Edassa ad As-Sawarha.

Smaller plans were being considered for Deir Al-Amud and Al-Muntar in Beit Safafa, near the Gilo settlement, according to news release circulated by the municipality. Between 50 to 72 houses were being planned for construction in Abu Tor and Tzur Bahker, both in East Jerusalem, the release stated.”

In deutschsprachigen Qualitäts- und sonstigen Medien beschäftigte man sich am Donnerstag und Freitag auch mit dem Thema Wohnungsbau, hatten doch der US-Präsident Barack Hussein Obama, der UN-Chefsekretär Ban Ki Moon und die EU zuvor dargetan, daß die Errichtung von 900 Wohnungen in der Hauptstadt Israels wahlweise “illegal” sei, “sehr gefährlich” oder mißbilligt werde, sollen in sie doch jüdische Bürger einziehen.

Der Tagesspiegel aus Berlin etwa bot ein gewiß hochkarätiges “Expertenteam” auf, das unter der Überschrift “Was bedeutet Israels Schritt für den Frieden?” nicht darlegte, daß es um Pläne der Stadtverwaltung Jerusalem geht, aber durch seine Befassung mit dem Thema immerhin deutlich machte, daß Wohnungen für den Weltfrieden wohl so gefährlich sein können wie Atomwaffen in der Hand von Mullahs.

Wer so sensibel reagiert auf das Risiko, das 900 Wohneinheiten sind, sollte man meinen, wird die Gefahr, die von 5.000 Wohnungen ausgehen kann, erst recht angemessen würdigen wollen – allein schon aus Gründen der Ausgewogenheit in der Berichterstattung. Befragen wir mal die Suchmaschinen ausgewählter Exemplare der deutschen “Qualitätspresse”, die es doch bestimmt mindestens aufnehmen kann mit den Maan News:
Mehr…

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Aufklärung: Weshalb lieben Genossen die Taliban?

15. November 2009

Es war, es ist nicht alles schlecht an den Taliban, meint Sven Dietrich, SPD-Parteirat, auf dem Parteitag seiner Partei in Dresden. Und gewiß kennt der Genosse Sven Dietrich die wahren Hintergründe von 9/11 und hätte sie gern mitgeteilt. Doch die Redezeit, sie war zu knapp bemessen …

Gut, daß es die deutsche Sozialdemokratie noch gibt.

tw_24 Gesellschaft ,

SPIEGEL online schaut fern

13. November 2009

SPIEGEL online, das Boulevard-Portal des “deutschen Nachrichten-Magazins”, berichtete kürzlich über eine amerikanische Talkshow und das Ende eines dort geführten Gesprächs, das gewiß ungemein wichtig war für die gesamte Welt:

“Schließlich wurde das Gespräch fortgesetzt. King fragte Prejean, ob sie ihre Teilnahme am Schönheitswettbewerb bedaure. Prejean schilderte, wie erhebend es gewesen sei, im Rahmen ihrer ‘Miss’-Verpflichtungen ein Kinderkrankenhaus zu besuchen. Das schildere sie übrigens auch in ihrem Buch.

King: ‘Wir haben keine Zeit mehr. Danke, Carrie!’”

“Schließlich” also “wurde das Gespräch fortgesetzt” und von Gastgeber Larry King beendet: “Wir haben keine Zeit mehr. Danke, Carrie!”

Und was mitteilt SPIEGEL online einen Tag nach der zweifellos packenden Schilderung eines Gesprächsendes unter ausdrücklichem Hinweis auf eben jene? Dies:

“Schließlich brach sie das Gespräch vorzeitig ab. [..] Der Besitzer des ‘Miss Universe’-Organisation, Donald Trump, sagte CNN nach der Sendung: ‘[Sie] stürmte [..] aus dem Studio.’”

“Sie” brach “vorzeitig” ab, “stürmte” davon. Ja, wie war es denn nun, SPIEGEL online?

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