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Trucker sind Freunde fürs Leben

blackpeter.jpgEs gibt nur wenige Themen, die die provisorischen Redaktionsräume in der heimischenn Küche tagtäglich mehr beherrschen als alles, was man unter dem Wort Trucker zusammenfassen kann. Unser heutiger Schwerpunkt liegt – anders als ursprünglich für den ersten Beitrag zu diese Spezies geplant – auf den sozialen Fähigkeiten.

Trucker sind erstmal anders, die murmelnde Zustimmung kann man bis hier hören, und völlig anders als vor 20 – 30 Jahren noch. Wenn ich vorm geistigen Auge mal das Geschichtsbuch durchblättere kann ich mich noch an Zeiten erinnern, als wirklich harte Jungs waren die ohne Navi, Handy, Satellitenortung jeden noch so entlegenen Ort der Erde erreichen konnten. Ich selbst hatte das Vergnügen, ein paar Mal meinen Dad durch ganz Europa zu begleiten. Harte Zeiten für Leute in diesem Beruf waren es allemal; Ohne eine gehörige Portion Abenteuerlust und einem Faibel für Impovisation war man da verloren. Und auch der zusammenhalt und den verschiedenen Fahrern war ein ganz andere, als das traurige Bild, das sich heutzutage offenbahrt.

Und so sehr sich es nach rühseeliger “Früher war alles besser” Jammerrei anhört – in bestimmten Punkten trifft es einfach zu. Egal ob ich mit altgedienten Königen der Landstraße spreche, oder auf meine eigenen Erfahrungen zurückgreifen kann, eines hat sich gänzlich geändert, die Kollegialität und Hilfsbereitschaft.  Echte Fernfahrer waren immer ein besonderer Schlag Mensch. Ok, einen besonderen Schlag haben die Fahrer von heute auch … meissten aber nur verdient, und wenns nach mir ginge – tut es zum Glück für die meissten nicht -,  träfe der nicht nur den Nacken, sondern würd ihn glatt durchtrennen. Hauptsache die Bande verschwindet von der Strasse, ist schon schlimm genug mit manch einem auf einem Kontinent zu leben. Was auf manchen Strassen los ist, lässt den meissten Autofahrern die Haare zu Berge stehen, nur beim Gedanken auf die Autobahn zu müssen, und oft ist diese Furcht mehr als begründet, wenn auch nicht ganz brummi.gifdas Thema hier und heute.

Trucker – Als Fernfahrer, auch Kutscher, Trucker, Chauffeur, Driver oder Berufskraftfahrer (BKF) bezeichnet man in der Regel jemanden, der einen bis zu 40 Tonnen (im so genannten Kombiverkehr bis 44t) zulässigem Gesamtgewicht schweren Sattel- oder Gliederzug-LKW im Fernverkehr lenkt. So definiert Wikipedia etwas falscher, wie man nur kann. Während man hier Trucker früher in einem Atemzug mit Kris Kristofferson als thema in die Runde warf, machten sich zeitgleich hunderte von Leuten auf, den Film zumindest optisch in die Realität zu übertragen. Denn die Hauptbotschaft des Films war und ist die Freiheit des Truckers der sich nichts desdotrotz auf seine “Kollegen” verlassen konnte – eine starke Gemeinschaft eben. Und so konnte es nicht wirklich verwundern, dass es plötzlich einen Personenkreis gab, der lange vor dem Truck-Stop-Virus mit Cowboy-Stiefeln über der vergammelden Jeans und mit ultra coolem Cowboy Hut … halt, Stetson ist das richtige Wort, über deutsche Strasssen fuhren. Das sieht bei 7,5 t LKW Fahrern übrigens besonders albern aus.

Und auch heute sieht man sie auf der Autobahn, die harten Jungs, die sich um ihre Kollegen kümmern, eine starke Gemeinschaft eben – oder eben nicht. Denn heutzutage sieht die Welt ganz anders aus. Heute redet man, und redet und redet; Aber selbstverfreilich nur mit sich. Denn Tatsache ist, ein Trucker ist – so er denn ein echter Trucker – ein Einzelgänger. Und wenn er sich denn in Gesellschaft begibt, bevorzugt Berufskollegen, dann will er das man ihm zuhört. Wenn nun mehrere hundert dieser Spezies aufeinander treffen klingt das etwa so: (Hinweis: einfach laut ablesen, am besten mit mehreren Personen im Kanon)

LaberMurmelbrüllDispoTermilHaltsMaulDispoLagerMurmelKopfkratzBrüll usw usf.

Es ist nicht schwer zu erraten, das da nicht wirklich eine Kommunikation statt findet, sondern jeder sich bei jedem ausmährt aber letztlich nicht in der lage ist, sich zu vermitteln oder Inhalte aufzunehmen oder gar zu verstehen. Einigkeit wird mit Glück nur bei Themen aufkommen, die Fahrern unter den Füssen brennen – selbst wenn es dann doch die falschen sind oder sie selbst die Ursache sind. Hier kratzen wir an einem Thema, das ich irgendwann später an einem anderen Ort näher beleuchten werde, denn wenn ich da loslasse müsste ich kündigen, weil ich aus dem Schreiben nicht mehr rauskomme und sortieren uns zurück zum Thema.

Denn wie sehr Trucker – besonders wenn sie sich selbst Truckerfreunde nennen – für einander einstehen zeigt der aktuelle Vorgang bei der Elite der deutschen Autobahnen. Dort hatte André Sahorn – Moderator und Macher der Sendung Fernfahrer Nightshow (Antenne) einen Hilferuf gestartet. Da geht es, auch ganz aktuell noch, um einen bis vor kurzem verhartzvietem Kraftfahrer, dessen Wohnung sich während einer Tour in Rauch auflöste.  Das ist bitter, besonders für die Familie, die nun mehr oder weniger vor dem Nichts steht, denn dank der angespannten Finanzlage war kein Geld für eine Hausratversicherung über. So weit ist das erstmal zwar bedauerlich, aber nicht wirklich spannend. Viel interessanter ist die Reaktion der Truckerfreunde, besonders derer, die sich selbst als solche bezeichnen aber wirklich nicht bereit sind zu sein was sie vorgeben.

pict3239.jpgAber gehen wir dazu mal zurück in den April des Jahres 2007, wo es ein Treffen der Truckerfreunde gab. Da gab es ein von Trucker-Mike, der sich als verantwortlicher Betreiber des Forum gern und regelmäßig feiern lässt, veranstaltetes Treffen der Forenmember. Essen, Trinke, Labern und viel Werbung – das selbstverständlich ein jeder nicht gerade günstig aus der eigenen Tasche bezahlte – nicht das jemand glaubt, da gabs was umsonst. Der Autor hat nicht schlecht gestaunt, was Unternehmen für ein so kleines Treffen von potentiellen Kunden so alles aus ihren Schatztruhen zaubern. Nur einen Haken hatte die Sache – es gab nichts umsonst. Also nicht mal das kleinste Werbegeschenk. Vielmehr wurden die kostenfreien Päsente der Industrie dort verlost, nicht ohne darauf hinzuweisen, das die Erlöse dem Forum und seinen Mitgliedern zu gute kämen. Bis dahin war dies auch für den Autor durchaus akzeptabel. Die Befindlichkeiten traten ein, als sich neben den “Gewinnen” aus der Losbox – ein Los kostete immerhin 2 Euro – eine Überzahl von Nieten gesellten.

Bis dahin dachte ich mir “Schön sauber rasiert haben sie dich, wie einen dummen Hammel”  und es wurde verbucht unter Lehrstunde. Aber immerhin konnte man sich trösten mit der Tatsache, dass das Forum zumindest nicht unter finanziellen Nöten zu leiden hatte. Wie erst durch eine Indiskretion bekannt wurde, sitzt der Veranstalter auf einer Einnahme von € 800,– Netto Kasse, bei der er, so macht es den eindruck, an alles denkt, nur nicht daran sich davon zu trennen und sei es für einen guten Zweck. Dies wurde nämlich von verschiedenen Mitgliedern und auch von Teammitgliedern angeregt, sähen sie doch ihr Geld dann endlich sinnvoll angelegt. Aber nicht so mit Trucker-Mike. Nachdem sich schon einige Mitglieder in dem Thread mit Kommentaren wie “Wenn ich mit 47 noch´Kinder in die Welt setze, muss ich mir auch im klaren darüber sein, wie ich im Notfall abgesichert bin. So Reif sollte man da schon sein.” als besonders hilfbereite Menschen outeten – guter Rat ist nunmal teuer – zeigte Trucker-Mike gleich mal, das man viel reden und wenig tun kann.

Also ich habe nun beschlossen das von dem Treffen Fond aus Malsfeld nichts raus geht an Nicht Forums Mitglieder.
Ich muss sagen das ich aber auch beide Seiten der Meinungen hier verstehen kann, da ich aber auch spenden möchtte gehen morgen von mir und Gaby 100 € auf das obengenannte Konto.

Nun, bevor man geneigt ist zu sagen, “Hey, der gibt immerhin 100 Euro”, sollte man im Hinterkopf behalten, das dann immer noch minimum 700 Euronen in der eigenen Tasche verbleiben. Und über die gibts keine Diskussionen. Zumindest keine die nicht so verlaufen, wie Trucker-Mike sie sich wünscht. Hat er doch selbst im Forum zu der Realtreffen einen Thread angestoßen um über das Geld zu reden. Nur verlief die Diskussion längst nicht so, wie gewünscht, so dass das Thema schnellsten in die Internen verschoben wurde.

truckermikeunddiewahrtsfindung.jpg

Aber immerhin konnte man sich weiter als der gute Patriarch geben und alle anderen auffordern, ihre Tasche zu leeren. Und wehe dem, es wagt sich jemand, auf seine eigene schlechte Finanzlage hinzuweisen, wie Oldie, der drauf hinwies das für einen Arbeitslosen, der vllt. nur noch € 20,– die Restwoche hat € 5,– viel Geld sind, die er da spendet. Dann wird man im Threadverlauf auf Äusserungen treffen wie, Fresse halten, alles nur Arbeitslose hier und ähnliches sinnentfreite und gern auch mal beleidigende Aussagen. Die größte Beleidigung für die nicht hilfbereiten Truckerfreunde übersieht unser Übervater der Trucker aber gern. Denn in der von André Sahon geposteten Liste, was an Spenden kam oder eben nicht danke dem Threadverlauf, stand ein interessanter Posten:

MAN Fahrer helfen Fahrer e.V. 1000.– €

Nicht reden, geben und Klappe halten, das ist die angebrachte Devise, und von Leuten fern halten, die deine Freunde sein wollen.

http://truckerfreunde.de
Fahrerkollege in Not, Truckerfreunde können helfen
Nochmals,Malsfeld
Brandhilfe/Nightshow


KategorienForenNews, Gesellschaft Tags:
  1. 21. Februar 2009, 20:45 | #1

    Wurde auch mal Zeit das jemand dem selbst ernannten König der Straße auf die Füße tritt

    Respekt das Kind beim Namen nennen !!!

  2. 21. Februar 2009, 20:46 | #2

    Unglaublich diese Anschuldigung der Scheck ist in der Post !!

  3. 21. Februar 2009, 20:56 | #3

    Selbstgespräche?

  4. 27. August 2010, 05:28 | #4

    Das ist doch nur die Spitze des Eisberges. Noch mehr vom selbsternannten “Gott” kann man hier nachlesen. Dort berichten Betroffene

  5. keep distance
    29. August 2010, 11:18 | #5

    Ich sag nur, hier gehts weiter.
    http://erzaehlmal.co.cc/

  6. Chris
    3. September 2010, 00:05 | #6

    Mit dem Verfasser des Artilels würde ich mich gerne einmal unterhalten.

  7. 3. September 2010, 07:23 | #7

    dann mach das doch.

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