Berlin: Schlagstockeinsatz gegen Wehrlose bleibt ungesühnt
Am Wochenende meldeten einmal mehr sich jene zu Wort, denen Sicherheit zweifellos mehr als Herzensangelegenheit ist. “Es wird”, klagte Klaus Jansen, Vorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter, gegenüber der Welt, “es wird für die Kollegen vor Ort immer schwerer, mit den Verbrechern auf Augenhöhe zu bleiben”.
Über ganz besondere Schwierigkeiten der “Kollegen vor Ort”, aber auch der Staatsanwaltschaft Berlins, berichtet der Tagesspiegel:
“Wie berichtet, war Almuth W. am späten Abend des 1. Mai auf dem Heimweg vom Myfest nach Hause. Als auf der Oranienstraße nahe dem Heinrichplatz Randale aufkam, suchte sie Schutz vor dem Hauseingang Oranienstraße 199. Wie sie berichtete, sei sie plötzlich zu Boden gegangen, weil ihr mit einem Knüppel von hinten in die Kniekehlen geschlagen worden sei. Als sie schon am Boden lag, habe sie erkannt, dass ein behelmter Polizist ihr mit dem Schlagstock zweimal seitlich gegen den Oberkörper schlug. Die Ärzte diagnostizierten später einen Rippenbruch. [..]
Der Polizeibeamte, der die 30-jährige Almuth W. mit einem Schlagstock schwer verletzte, konnte nicht ermittelt werden.”
Es bleiben ein Hundertschaftsführer, der einen Befehl erteilte, der nicht geltendem Recht entsprach, 14 Verdächtige, von denen mindestens einer, der Schläger, lügt und weiters der eine oder andere mit grandiosen Gedächtnislücken gesegnet scheint, unsanktioniert. Wahrlich, da klage noch einer über Augenhöhe-Probleme …

Ich wage es alledings mal zu bezweifeln, das Klaus Jansen sich mit seiner Augenhöhe-Aussage auf Demonstranten bezog,
Wir brauchen keine neue Schutzstaffel, wie man liest, übernimmt deren Aufgabe doch gleich die Hundertschaft mit.