Kirgisien: Weihnachtsmann bekommt einen Berg
Daß in einer Sowjetrepublik die Helden der Oktoberrevolution geehrt werden, ist nicht verwunderlich. In Kirgisien, seit dem 31. August 1991 unabhängig, gibt es so beispielsweise einen Berg, der den Namen Lenins trägt, mit einem anderen wird Boris Jelzin geehrt. Nun soll auch der Weihnachtsmann seinen Berg bekommen.
Der Staat, der umrahmt wird von China, Kasachstan, Tadschikistan und Usbekistan, ist dabei freilich von einer muslimischen Mehrheit geprägt. Mount Santa Claus wird seit gestern von drei Bergsteigern erklommen, auf der Spitze sollen sie am Weihnachtsabend eine Kapsel mit der Flagge des Landes versenken.
“Wir wollen den Tourismus ankurbeln”, erklärt Nurhon Tadzhibayeva vom Tourismus-Ministerium, “und der Weihnachtsmann ist dafür ideal”. Zelebriert werden soll Weihnachten später mit jährlichen internationalen Kongressen, während derer sich Weihnachtsmänner messen sollen unter anderem im Schmücken von Weihnachtsbäumen und Schornsteinklettern.
Die Wirtschaft des Landes indes ist gekennzeichnet von verbreiteter Korruption, einige Parlamentsabgeordnete sollen direkt mit Organisiertem Verbrechen in Verbindung stehen. Die Mitte Dezember abgehaltenen Wahlen waren von Manipulationen und Unregelmäßigkeiten zugunsten der Partei des Präsidenten Kurmanbek Bakijew überschattet.

Letzte Kommentare