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Erschreckend: Regierung will Kinder besser schützen

“Wenn Eltern ihrer Fürsorgepflicht nicht nachkommen, muss das Gericht die Eltern zum Beispiel zu einem Anti-Gewalt-Training verpflichten können”, sagte Usrula und wer nicht spurt, dem werden die Kinder weggenommen. Soweit so gut, nach den Fällen von Vernachlässigung, Verwarlosung, Verletzung der Fürsorgepflichten, und ungezählten toten Kindern, die in Ihrer familiären Umgebung ihre persönliche Hölle fanden, weil Jugendämter versagten, Hilfe verweigerten oder aus purer Ignoranz gegenüber offensichtlichen Tatsachen selbst Ermittlungen auf sich zogen, wurden Konsequenzen bitter nötig.

Von der Tatsache mal abgesehen – so erschreckend sich die Schlagzeilen gerade der letzten Monate auch lasen – dass es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht um die Mehrheit der hier zulande angesiedelten Eltern handelt, die ihre Kindern auf welche Art auch immer quälen, schießt man in blinden Aktionismuss, wie gewohnt bei der aktuellen Regierung, weit über das Ziel hinaus. Bei Versagern, und das sind Jungendämter und auch die zuständigen Ministerinnen gleichermaßen, allerdings an den bescheidenen gesunden Menschenverstand zu appelieren - der jedem klar denkenden Menschen schon längst offenbarte das der Fisch vom Kopfe her stinkt und die Jugendbehörden schon immer die rechtlichen Mittel hatten um Kinder zu schützen, somit neue Gesetze also nur (ewig überarbeiterte) Juristen beschäftigen und an der Ausgangssituation nichts ändern – ist genauso nutzlos, wie der intelligente Vorschlag zu Anti-Gewalt-Trainings passend zu Heilig Abend.

Das Jugendämter helfen sollen und müssen, steht ohne Zweifel fest. Und das sie es in vielen Fällen nicht können oder tun hat Ursachen, soviel dürfte auch feststehen. Welche dies sind, könnte man der Presse entnehmen, oder den Akten der Staatsanwaltschaften, wie zur zeit in selbigen der Bremer Staatsanwaltschaft die gegen entsprechende Fachkräfte ermittelt, oder man könnte auch der Jugendbehörde endlich eine übergeordnete Aufsicht zuordnen, die darauf achtet, das man dort tut was man tun soll. Aber damit kommt man nicht in die Schlagzeilen der Presse und kann auch schlecht neue Frisuren präsentieren.

Regierung will Kinder schützen

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