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Wirre Welten I

Klerikal-Hooligan Hassan Nasrallah, Anführer der vom Iran ausgehaltenen Hisbollah, nannte die erste (offizielle) Reise George W. Bushs nach Israel einen “schwarzen Tag für Araber und Muslime”. Dieser sei nämlich gekommen, um den 60. Jahrestag der Unabhängigkeit “eines Staates zu feiern, der nicht das Recht hat zu existieren”.

Der Bandenchef beschwerte sich weiters darüber, daß Israel “das Recht” eingeräumt werde, einen “ganzen Staat zu zerstören, wenn die Hisbollah zwei Soldaten entführt, aber die gesamte Welt protestiert, wenn ein Palästinenser sein Haus mit Kassams verteidigt”. Der arme Heilige Krieger kennt die deutschen Medien nicht. Dafür klappt aber die Zusammenarbeit seiner Bande mit der “Friedentruppe” UNIFIL offenbar ganz hervorragend.

Wie unterdessen die Araber“Palästinenser” den “schwarzen Tag” begingen, an dem ihnen der US-Präsident immerhin nicht nur einen eigenen Staat binnen Jahresfrist verhieß, sondern einmal mehr auch wieder Geld, 27 Millionen US-$, meldet Arutz Sheva:

“Arabische Terroristen haben die Amerikanische Schule in Gaza am Donnerstag mit einer Rakete beschossen, nachdem Präsident Bush die PA aufgefordert hatte, Terrorismus aufzugeben.

Drei Männer feuerten, wie berichtet wird, am Donnerstagmorgen eine propellergetriebene Rakete (RPG) ins zweite Geschoß der Schule. Der Unterricht sollte wenig später beginnen.

Der Wachschutz der Schule war vorher gewarnt und aufgefordert worden, das Gelände zu verlassen. Die Männer folgten der Aufforderung, worauf die Kunstabteilung der Schule zerstört wurde.”

Während des Besuchs George W. Bushs in Israel und bei Abu Mazen wurden mindestens 19 Kassam-Raketen auf Sderot abgefeuert, während Israels Regierung heute ankündigte, die zeitweise gedrosselten Treibstofflieferungen nach Gaza wieder in vollem Umfang aufzunehmen, 2.2 Millionen Liter pro Woche.

Ein Leser-Kommentator der deutschen Wochenzeitung Die Zeit barmt derweil – unter erwartbar wenig Protest – über einen israelischen “Vernichtungsfeldzug gegen Zivilisten und zivile Einrichtungen in Gaza”, jammert über eine “katastrophale Hungersnot” und über “ca. 12000 arabische Gefangene” in israelischen Gefängnissen.

Dort ist deren Lebenserwartung übrigens wesentlich höher als in “Freiheit” unter Allahs Gesetz.

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