Zu Gast bei Freunden: USA verschärfen Einreisebestimmungen
Man wird es kopfschüttelnd gegen die Vereinigten Staaten verwenden, als Beleg dafür nehmen, daß die dortige Demokratie von der finsteren Bush-Administration mehr oder weniger systematisch und eben auch mehr oder weniger erfolgreich abgeschafft wird: “USA verschärfen Einreisebedingungen”.
“Passagiere aus Staaten, in denen US-Reisende kein Visum benötigen (‘Visa-Waiver-Abkommen’), müssen sich mindestens drei Tage vor Reiseantritt online registrieren. [..]
Von der Neuregelung – genannt Esta – betroffen sind Einwohner der 27 Länder im Visa-Waiver-Abkommen – dazu zählt ein Großteil Westeuropas sowie Australien, Brunei, Japan, Neuseeland und Singapur.”
Unter den bestroffenen westeuropäischen Staaten ist auch Deutschland, was allerdings nicht weiter verwundern sollte. Die Heimatschützer, welche ihr Land vor unerkannt einreisenden Terroristen bestmöglich zu schützen suchen, ziehen nur die logische Konsequenz aus dem, was deutsche Politiker immer und immer wieder verkünden: Die Terrorismusgefahr in Deutschland – und damit auch die von Deutschland ausgehende – war nie zuvor so hoch wie heute. Oder morgen.
Und angesichts dieser Tatsache, welche ja schließlich aus qualifizierter Quelle stammt, ist es nur folgerichtig, wollen die USA ab Januar schon drei Tage vor der möglichen Einreise wissen, wer da kommen wird – und sich gegebenenfalls angemessen vorbereiten. Weitere als die bisher ohnehin schon erhobenen Daten werden allerdings nicht abgefragt, zudem soll die Prozedur der Datenerhebung nur einmal in zwei Jahren erfolgen.
Letzteres jedoch scheint inkonsequent, denn in zwei Jahren kann aus so manchem harmlosen Deutschen ein sehr wohl gefährlicher Terrorist werden. Hier herrscht mithin zweifellos noch Nachbesserungsbedarf.

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