Dumm, dümmer, studierend … ?!
So ein Sperrmüllhaufen hat was. Echt. Tagelang hat man geschuftet, im Schweisse seines Angesichtes übrigens, war den seltsamsten Schimmelpilz-Mutationen ausgesetzt, hat geschleppt, sortiert und dann alles fein säuberlich – so man bei Müll davon sprechen darf – an der Strasse bereit gestellt, damit die fleissigen Bienchen der Müllbeseitigungstruppe auch ja nix zu Meckern haben oder gar was liegen lassen.
Ok. So richtig freiwillig macht man das nicht, sondern, weil der Keller einer dringenden Restauration bedarf und dabei ist es nun mal von Vorteil, wenn alles raus ist. Gesagt getan, und es ist auch nur am Rand des Themas. Das eigentliche Thema ist nämlich die teils äusserst minderbemittelte Stundentenschaft, mit der ich nachbarschaftlicher Weise zu tun habe.
Nix gegen Studenten, es wird bestimmt auch brauchbare darunter geben. Dessen bin ich mir sicher … glaub ich. *g* Aber manche regen einen schon ein bisschen auf. Und die folgenden Zeilchen flossen mir grad in einer Mail so aus den Fingern, das ich sie unbedingt so übernehmen muss. Also ich red nicht von den fast täglichen Parties hier im Haus, ich kann eh lauter als alle anderen. Auch die gefühlten 1000 Fahrräder direkt vor der Tür sind schnell weg getreten (besonders die,die an die Mülltonnen gelehnt werden, sehr clever sowas) und selbst die fast tägliche Ein und Auszieherei hier im Haus ertrag ich fast klaglos. Aber das unsere Vermieterin (ebenfalls studiert) auf die Idee kommt, sie könne uns die Haltung des Hundes untersagen, is schon der Hit. Is schon klar, die Hütte wird im Fundament nur noch von Schimmel zusammengehalten und die Haustür ist seit einem Jahr kaputt, im Haus ist rund um die Uhr ein kommen und gehen, wobei jeder der geht, auch seinem Müll im Keller lässt. Aber ein 4 kg Kampfhund stört ja im Haus. *g*
Der Oberhit war aber der Spacken von einem Haus weiter. Rene begutachtet seinen sorgfältig aufgeschichteten Sperrmüllhaufen, packt noch die fälligen gelben Säcke dazu und guggt mit Hase noch ein bisschen auf und ab, weil wir ja alt sind – da macht man sowas. Da kommt der junge Student der Germanistik (gefühlt eher ein Gartenbaustudend) mit seiner BWL-Ische aus seiner Höhle und hat nen gelben Sack in der Hand. Geht behende um den Haufen gelber Säcke vor der eigenen Tür herum und steuert MEINEN sorgfältig aufgeschichteten Sperrmüllhaufen nebst der gelben Säcke an. Dazu muss man wissen, hier bleiben Säcke (egal ob gelb oder atmend) liegen, bis zum St. Nimmerleinstag, wenn der Inhalt nicht so is wie er sein sollte. Ich weiss es, weil bei uns seltsamerweise immer Säcke liegen, die nicht uns gehören, aber von unserem Hausmeister sortiert werden dürfen, weil der is sShuld, egal warum. Dort jedenfalls – bei MEINEM sorgfältig aufgeschichteten Sperrmüllhaufen nebst der gelben Säcke – legt er seinen Sack ab, der natürlich vorwiegend Restmüll enthielt und eigentlich ja auseinander fiel.
Mein freundliches “Stopp ma, was wird’n des?” erschreckte ihn doch sehr. Und die BWL Ische bekam direkt ne knallrote Bombe. *g* Das ist doch nur ein gelber Sack, teilte mir der … Ne, nen Mann war das noch nicht , also Spacken mit. “Und, sollich jetzt den Müll für Dich sortieren, oder warum schleppste den zu uns?” Darauf sagt der tatsächlich zu mir “Ja soll ich den jetzt wieder zu mir schleppen?”
Ich war schon mehr belustigt, als alles andere. Trotzdem jagte ich ihn samt Sack zurück, auf dessen Weg der dann auch riss und die Reste nicht nur den den Tag der Leerung an der Strasse verbrachte, sondern auch noch den Tag danach. Aber solangs da is, isses mir wurscht. *g*

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