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Tour de France: ARD, ZDF und ein “sauberer Sport” (aktualisiert)

Toll hatten sie im vergangenen Jahr getönt, die öffentlich-rechtlichen TV-Sender, “wir wollen einen sauberen Sport”, forderte etwa Nikolaus Bender vom ZDF, man habe schließlich einen Vertrag “über eine Tour, einen Radsport, der mit sauberen Elementen laufen muß”.

Ganz tapfer stiegen die deutschen Zwangs-Pay-TV-Kanäle denn auch aus, als der “saubere Sport”, der nie einer war, als das entlarvt wurde, was er eben zumindest in den letzten Jahren immer war; Patrik Sinkewitz konnte des Dopings während des Trainings überführt werden.

Ein Jahr später: Wieder übertragen ARD und ZDF, wieder leisten die Fahrer, die nicht etwa langsamer fahren als im Vorjahr, was “mit sauberen Elementen” gar nicht zu schaffen ist – und wieder gibt es einen (ersten) Doping-Fall, Razzien eingeschlossen.

Werden ARD und ZDF, die munter das Geld der Gebührenzahlenden für den Erwerb von Übertragungsrechten ausgaben, statt umzusetzen, was sie vollmundig ankündigten, in diesem Jahr wieder verfrüht aussteigen? Blamiert jedenfalls haben sie sich in jedem Fall mit ihren “Konsequenzen” schon jetzt.

Setzen sie die Übetragungen fort, offenbaren sie ihre Scheinheiligkeit und bekennen sich zum Doping, das sie ja zum Teil finanzieren. Beenden sie die Übertragung, müssen sie sich fragen lassen, weshalb sie, trotzdem absehbar war, was nun ans Licht kommt, sie überhaupt begannen.

Update: Überraschung!

“Die 95. Tour de France hat ihren zweiten Dopingfall: Der Spanier Moises Duenas vom Team Barloworld wurde bei einem Test am vierten Tag positiv auf Epo getestet. Das gab die französische Anti-Doping-Agentur AFLD am Mittwoch vor dem Start der 11. Etappe in Lannemezan bekannt. “

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