Pendlerpauschale: CSU stimmt gegen “CSU-Offensive”
Am Wochenende finden im Freistaat Bayern Wahlen statt, aus denen ein neuer Landtag hervorgehen soll. Für die seit einigen Jahrzehnten mit absoluter Mehrheit regierende CSU geht es dabei, wie die FAZ jüngst sinnig formulierte, um 50 Prozent plus ein paar Promille sowie die Verhinderung eines Einzugs der “Kommunisten” in einen weiteren Landtag.
In Berlin konnten letztere – firmierend als Partei Die Linke – die Unionspartei, die in ihrer bayerischen Heimat “offensiv” für eine Wiedereinführung der “Pendlerpauschale” streitet – vielmehr: zu streiten vorgibt -, schon einmal prächtig vorführen: “Im Widerspruch zu ihrer Wahlkampagne in Bayern hat die CSU einen Antrag auf die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale im Bundestag abgelehnt.”
Die Linke, begründete der CSU-Abgeordnete Albert Rupprecht, sei gar nicht an der eigentlichen Sache interessiert, ihr ginge es nur “um ein taktisches Manöver vor der Bayern-Wahl”. Gleiches freilich ließe sich von der CSU und ihrer Kampagne sagen – nun, da sich die CSU-Abgeordneten, natürlich ganz ihrem Gewissen gehorchend, in “Koalitionsdisziplin” übten.
Doch immerhin: Die CSU, welche die Abschaffung der “Pendlerpauschale” einst mit betrieb, blieb so dieser ihrer Linie treu. Wie sie indes in Bayern den Wahlberechtigten ihren “Offenbarungeid” noch vermitteln will, bleibt ein Rätsel. Viel Zeit hat sie ja nicht mehr.

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