Nutten raus: EU-Parlamentarier wollen Prostitution nicht mehr fördern
Es ist sicher nicht leicht, EU-Parlamentarier zu sein. Fürstlich entlohnt werden sie zwar, aber wo Geld ist, lockt eben auch die Versuchung – und zwar nicht nur jene in Gestalt zahlloser Lobbyisten. Auch Prostituierte wollen den bedauernswerten VolksvertrParlamentariern zu Diensten sein. Und das, nun, zumindest das ist in höchstem Maße unmoralisch und die so Umworbenen offenbar schwach.
“37 EU-Abgeordnete forderten Parlamentspräsident Pöttering auf, die Förderung der Prostitution durch die europäischen Volksvertreter einzudämmen. Konkret verlangten die Abgeordneten von jedem Hotel, in dem die 785 EU-Parlamentarier und ihre Mitarbeiter bei Dienstreisen auf Kosten der Steuerzahler wohnen, eine Garantiererklärung, die den Besuch von Prostituierten auf den Zimmern ausschließt. Außerdem soll den Mitarbeitern des Parlaments untersagt werden, Prostituierte in ihren Hotels zu empfangen. [..]
Für Pöttering ist die Angelegenheit kniffelig. Seine Kollegen fordern einen konkreten Aktionsplan. Auf der anderen Seite ist eine ‘Garantieerklärung’ für saubere Hotels nur schwer umzusetzen. Wer will die Hotels kontrollieren? Außerdem sind in der kleinen französischen Stadt Straßburg alle Herbergen während der Parlamentswochen ausgebucht, jedes Bett wird gebraucht – und niemand kann sich erlauben, Hotels ohne ‘Garantieerklärung’ auf eine schwarze Liste zu setzen.”
Da harren wir gespannt auf eine Lösung, welche die sonst gefährdete Würde der Parlamentarier vor allem aus nordeuropäischen Staaten – aber aus allen politischen Lagern – retten wird. Interessant freilich wäre auch zu erfahren, in welchem Maße denn die Hotelgäste bisher zur Förderung der in Frankreich verbotenen Prostitution beitrugen.
Immerhin jedenfalls haben die vom Angebot versuchten Parlamentarier offenbar gewisse Ansprüche: “Die Abgeordneten bevorzugen Eskortdamen, Callgirls mit hohem Niveau. Sie finden kleine Anzeigen und rufen dann an”.

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