Erwin Huber: Vertrauensretter des Tages
Die Politik sah einen Grund zu feiern. Sie sei, lobten sich ihre Protagonisten selbst, “handlungsfähig”, da, “wenn sie gebraucht” werde, und auch noch “schnell”. Und es war den Damen und Herren Volksvertretern auch gar nicht peinlich, daß sie, da sie ja, wie sie ebenfalls betonten, nicht ahnen, was da noch kommen könnte, sich kaum anders verhalten als jene, von denen sie meinen, sie “retten” zu müssen, indem sie mit bis zu 500 Milliarden Euro für “Vertrauen” sorgen. Mit fremdem Geld fällt das Spielen eben leicht.
Und noch leichter, so scheint’s, ist es, Großzügigkeit zu zeigen, wenn es nicht um das eigene Geld geht. Erwin Huber, christsozialer Finanzminister des Freistaats Bayern, als Vorsitzender des Verwaltungsrats der BayernLB aber wohl auch zum Banker qualifiziert, faßt diese Haltung prototypisch in Worte:
“Wir sind bereit dazu, die Hilfen des Bundes in Anspruch zu nehmen.”
Und davor, vor dieser zweifellos großen Opferbereitschaft, diesem Mut, Hilfe, die dringend benötigt wird, “in Anspruch” zu nehmen, muß man einfach Achtung haben. Nicht auszudenken, die BayernLB unter dem Verwaltungsratschef Erwin Huber wäre in einer Lage, in der sie nicht sich großmütig herablassen könnte, Hilfe “in Anspruch” zu nehmen.
Dankbar sein müssen wir offenbar, daß genau dieser schlimme Fall dank der hervorragenden Arbeit auch Erwin Hubers nicht eintraf …

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