Hamas schwört Rache … für eigene Dummheit?
Irgendwie mag ich einseitiges Gebashe eher nicht. Aber mich erstaunt nun schon, was da nun aus dem Lager der Hamas in alle Öffentlichkeit getragen wird. Da ballern die seit Tagen mit allerlei selbstgemachten oder geschmuggelten Explosionsgut auf den Busenfein Israel – bevorzugt mit Kamerabegleitung - um nun, nach unzähligen Mahnungen, es nun bleiben zu lassen, rumzujaulen, weil der Beschossene zurückschiesst.
Sorry Leute, aber das ist ziemlich dähmlich.
KategorienGesellschaft

Israel, und das wird im jämmerlichen Bodycount allerorten ‘übersehen’, greift wirklich sehr gezielt und vorbereitet an – und ist damit sehr erfolgreich. Wenn, eher in Nebensätzen versteckt, Handy-Netze zusammenbrechen oder eben mal der Verlust “aller Polizeistationen” beklagt wird, widerlegt das anschaulich die ungleich bunter/lauter aufgemachte These vom “Blutbad”.
Israel öffnet sogar seine Krankenhäuser, um “Kollateralschäden” des “Widerstands” zu behandeln:
Und daß etwa weiterhin Strom geliefert wird und auch sonstige Hilfslieferungen (Gaza wird mittlerweile zu 80 Prozent über Tunnel zu Ägypten versorgt, hieß es neulich) gegen jede Vernunft (und Völkerrecht) stattfinden, wird weithin unterschlagen.
Lustigerweise wurde, keine zwei Stunden waren seit Beginn der Operation “Gegossenes Blei” vergangen, in Jordanien “spontan” von “Gewerkschaften” demonstriert. Sehr überzeugend das.
In der Demokratie Israel braucht derlei etwas mehr Vorbereitungszeit. Arabische Gewerkschaften in (Ost-)Jerusalem “planen” den “Generalstreik” noch, was durchaus nahelegt, daß Araber in Israel eben doch recht gut leben.
Also ich weiss nicht ob das alles so richtig auf dem Schirm hab, aber irgendwie scheinen Realitäten gerade da verschoben, wo sie sitzen sollten. So zum Beispiel das internationale Presse – also nicht nur du – meldet, das Israel den zivilen Verletzten Hilfe zukommen lässt, während ein Ban Ki Moon von Israel fordert, man solle Hilflieferungen zulassen?
Auch sprach heute morgen auf n-tv ein Kommentator davon, das Israel in die offen sichtbare Falle lief, die die Hamas auslegten. Ich frag mich dabei natürlich erstmal, was sollen das für eine Falle sein, die nur eines zur Folge hat, viele Tote und Verletzte und eine zerstörte Infrastruktur auf Seiten der Fallensteller, die aller wahrscheinlichkeit nach wieder mit europäischen Hilfgelder aufgebaut wird?
Im Nachgang stellt sich für mich nur heraus, dass es ein Fehler Israels war, den Gazastreifen seinerzeit frei zu geben, ohne vorher für stabile Verhälnisse zu sorgen.
Die israelische Regierung hat bestimmt ein halbes Jahr lang immer wieder angekündigt, daß die unhaltbare Lage im Süden militärisch geklärt werden könnte. Die Streitkräfte nutzten die Zeit, Ziele zu suchen. Und das nicht ohne Erfolg.
Angegriffen werden nun nicht mehr unbedingt ja sehr mobile Raketenwerfer, sondern jene Infrastruktur, die den mindestens quasistaatlich verfaßten Terror erst ermöglicht. Entsprechend laut schlägt die Hamas nun Alarm.
Israel lief, wenn überhaupt, nicht blindlings in eine ‘Falle’. Vielmehr überschätzte die Hamas die Leidensfähigkeit Israels und unterschätzte eben des “zionistischen Feinds” Verteidigungsbereitschaft.
Ob die Bande freilich zur Besinnung gebombt werden kann – keine Ahnung. Doch in solchen Kategorien tickt nicht, wer eben die Shariah einführte. Für Israel zählt, und das ist gut so, ob im Süden ein halbwegs normales Leben möglich wird.
Und natürlich soll die Hamas, die das verdient, nachhaltig destabilisiert werden. Mag sein, daß mal wieder Wahlen in Gaza inszeniert werden. Gewinnt nicht die Hamas, könnte Israel nachdenken über dann vielleicht überflüssige Mauern.
Ich entdecke eben bei SPIEGEL online eine gar schöne Krokodilsträne:
Es wurden, das liegt nahe, die Richtigen getroffen.
die Israelis sind keinen Deut besser!