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Bücher werden digital: Sony Reader ab 11. März verfügbar

Zugegeben, digitales Papier ist keine ganz schlechte Erfindung; die Tageszeitung als PDF ist leichter durchsuchbar als die gedruckte Version, sie nimmt, soll sie aufgehoben werden, auch ungefähr keinen Platz weg – selbst ein umfangreiches Archiv dürfte kaum die Grenzen aktueller Festplatten sprengen -, doch ein Buch werden andererseits wohl nur wenige Enthusiasten als E-Paper konsumieren wollen, denn selbst ein MacBook Air ist, verglichen mit einem herkömmlichen Band aus Papier, recht unhandlich.

Für letzteres Problem haben verschiedene Unternehmen sich etwas ausgedacht, das nun auch seinen Weg nach Deutschland finden soll. Nicht nur Amazons Kindle kommt irgendwann, auch Sony geht an den Start mit dem PRS-505. Das Gerät, das für 300 Euro ab dem 11. März verfügbar sein soll, ist keine 300 Gramm schwer und soll Platz bieten für 16.000 Bücher – in einem Format wohlgemerkt, das Wert legt auf digitales Rechte-Management. Unterstützt werden indes auch PDF und RTF.

Eine Akku-Ladung soll, sofern das Gerät nur zum Lesen genutzt wird, rund 7.000 Seiten lang reichen. Ermöglicht wird dies durch die Verwendung sogenannter E-Ink, was freilich auch bedeutet, daß das Display nicht über eine eigene Beleuchtung verfügt, es in dunkler Umgebung also ohne eine zusätzliche Lichtquelle unbrauchbar ist. Immerhin aber ist das Bild, so es zu sehen ist, gestochen scharf und flimmerfrei, es könnte durchaus Buch-Feeling aufkommen.

Es bleibt allerdings fraglich, ob das PRS-505 ein Erfolg wird. Für 300 Euro bekommt man nämlich erstmal nur ein Lesegerät, auf dem ganze zwei Bücher gespeichert sind. Weitere Inhalte sind – zumeist – kostenpflichtig und jedenfalls im eigenen Format weder verleih- noch weiterverkaufbar. Für Zubehör, etwa ein Ladegerät für 30 Euro, sind weitere Ausgaben nötig, so daß man wohl erst ab 400 Euro technisch einigermaßen vollständig ausgestattet ist – um dann noch einmal für Inhalte zu bezahlen.

Und für diesen durchaus stolzen Preis wiederum lassen sich schon einige Regalmeter mit abgeholzten Wäldern so lange vollstellen bis man sie nach der Lektüre verleiht, verschenkt oder verkauft. Oder auch verbrennt. Die Vorstellung, vorm Genuß eines Romans oder eines Sachbuchs (oder auch mehrerer) mindestens 300 Euro ausgeben zu müssen für ein Gerät, das zwar noch MP3- oder AAC-Klänge wiedergeben kann, aber eben keinen PC, der die gleiche Summe kostet, ersetzen kann (und soll), wirkt mindestens so abschreckend wie die Bettlektüre vom Notebook.

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