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ZDF: Union gefährdet unabhängige Entscheidung über Verwendung von Zwangsgebühren

Kurt Beck, unberichtigten Gerüchten zufolge ein ehemaliger Vorsitzender der deutschen Sozialdemokratie, Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz und Frisurberater, feierte Anfang Februar seinen 60. Geburtstag; zum rauschenden Fest kamen, heißt es, mehr als 700 Gratulanten in die Landauer Festhalle.

Da konnte auch das ZDF, der gesellschaftlichen Bedeutung dieses Ereignisses sich bewußt, nicht abseits stehen – es übernahm, wie eine Sprecherin der Landesregierung in Mainz bestätigte, einen Teil der Kosten. Nachrichtenansagerin Petra Gerster übernahm die Moderation, und ZDF-Intendant Markus Schächter bescheinigte dem FührJubilar “Steher-Qualitäten”, er sei “kein Verhinderer, sondern ein Ermöglicher”.

Das gleiche ZDF beklagt derzeit sich bitterlich darüber, daß Vertreter der Union, allen voran Roland Koch, Einfluß ausüben wollten bei der 2010 möglicherweise anstehenden Wahl eines neuen Chefredakteurs. Sie fürchteten, schrieben etwa Maybrit Illner, Marietta Slomka und Geschichtsverfälscher Guido Knopp in einem offenen Brief an ihren Intendanten Markus Schächter, um die Unabhängigkeit des Senders.

Klar, daß auch die SPD empört sich über den Einkischungsversuch äußerte. Völlig unabhängig, versteht sich. Wäre ja auch wirklich unschön, müßten ehemalige SPD-Vorsitzende auf die – völlig unabhängig beschlossene – Subvention ihrer Geburtstagsfeiern durch Einnahmen aus Zwangsgebühren verzichten.

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