Prioritäten
Beim Staatsunternehmen Deutsche Bahn geschahen offenbar Dinge, die mit Leibeigenschaft viel, mit halbwegs demokratischen Spielregeln hingegen herzlich wenig zu tun haben. Sie sind Grund genug, daß nach Gewerkschaften nun auch die deutsche Regierung, wie es heißt, “auf Distanz” geht zu ihrem Bahnchef, der da Hartmut Mehdorn heißt und gar nicht fassen will, was ihm geschieht.
Ein Nachfolger wird gesucht, und zwar so:
“Auch die CSU wendet sich offenbar ab. Am späten Freitagabend soll sie den früheren bayerischen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu als Übergangskandidaten vorgeschlagen haben. Die SPD hatte dem Vernehmen nach Verkehrs-Staatssekretär Achim Großmann (SPD) gefragt, ob er Mehdorns Posten übernehmen wolle. Dieser habe jedoch abgesagt, hieß es. Nun werde ein fähiger Manager aus der Wirtschaft gesucht, hieß es in Regierungskreisen.”
Hätten nicht vorher noch Fähige befragt werden können, die ihre Qualifikation durch den Eintritt in eine der anderen politischen Parteien schon ausreichend bewiesen haben?

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