*Update- Tribunal gegen Israel??
Hmm, ich dachte das wär die Antirassismus-Konferenz, aber nein, wenn der Europäische Regierungs-Adel und der Schwarze Mann aus D.C. selbiger fernbleiben verkauft man das dem dummen Leser als Tribunal gegen Israel? Kein Wort mehr von Annäherung und Gesprächen, sondern eine stumpfe wie auch dümmliche Absage. Das Thema Rassismus ist momentan eh über, nach dem selbst Rütlischüler schon auf der Bühne stehen. Hier zeigen Regierende mal wieder, wie wenig das geschwätz von gestern wert ist. Dass auf der gleichen Bild-Seite auch noch Steini ein “Yes, i will Präsident Kanzler werden” zugeschrieben wird, ist gerade zu erschreckend. Besonders wenn man sich seine letzten zwei innenpolitischen Knieschüsse zum Thema Steuern und Steuererklärungsabwrackpräme anschaut.
Ich bin grad ganz schön Politikgefrustet.
*Update*
Nun, es hat ja hervoragend geklappt in der neutralen Schweiz. Einer redet, alles rennt weg. Und die ganze Welt schaut zu und hört, was die Abgesanten der sogenannten zivilisierten Welt nicht hören wollte. Anstatt sich dem zu stellen, verdrückt man sich lieber “um ein Zeichen zu setzen”. Der einzige, der in Ruhe ein Zeichen setzen konnte war aber Ahmadinedschad. *kopfschüttel*

Der Gedanke, Mahmoud Ahmadinejads Auftritt in Genf könne auch nicht ganz unwillkommen (gewesen) sein, da er es ermöglicht, sich vor der einen oder anderen Diskussion über das eigentliche Thema der “Antirassismuskonferenz”, zu drücken, ist sicher nicht gänzlich unberechtigt.
Dennoch ist aber eine Konferenz, bei der Staaten eine Mehrheit bilden, in denen Diskriminierung beispielsweise von Frauen oder mörderischer Rassismus etwa gegen nichtmuslimische Menschen wie im Sudan an der Tagesordnung sind, kein geeigneter Ort, um einigermaßen erfolgreich und glaubwürdig über diese Probleme zu verhandeln.
Kurzum: Der “Westen” hat bestimmt Probleme. Aber vom Iran, von Kuba oder Libyen, die die Genfer Farce federführend organisierten, muß er sich nichts sagen lassen und sich schon gar nicht mühen, irgendwelche Kompromisse zu finden, was ja durchaus bedeutete, eigene Ansprüche aufzugeben.
Daß “westliche” Vertreter Ahmadinejad sich hätten stellen können, ihn durch ihr Auftreten gar widerlegen, war und ist bei den Vereinten Nationen nicht vorgesehen. Zur Not wird von der Diskussionsleitung, die dem Mehrheitswillen folgt, schlicht das Mikrofon abgeschaltet. Eine kleine Episode mag das verdeutlichen:
Einem “Palästinenser”, der in Libyen im Gefängnis saß und dort gefoltert wurde, wurde vorm “Menschenrechtsrat” der UNO das Wort entzogen. Ein “Palästinenser”, der Ähnliches hätte berichten können über eine Gefangenschaft in Israel, wäre hingegen hochwillkommen gewesen, selbst wenn er lügen würde.
Es klingt also nur in der Theorie schön, daß ja nur der Ahmadinejad sich hätte stellen können, wer nicht daheim blieb. Die realen Verhältnisse in den Vereinten Nationen sind einfach nicht danach.
(Wie “rassistisch” Israel übrigens ist, zeigte der auch im “Westen” als “Rassist” denunzierte Außenminister Avigdor Lieberman kürzlich durch die Ernennung eines Arabers zu seinem Berater.)