Stimmenkauf: Sozialdemokrat fordert Geldstrafe für Wahlenthaltung
Pastor Jörn Thießen, “Sektenbeauftragter” der Politsekte SPD im Bundestag, hat dortselbst und sowieso schwer zu leiden. “Politiker”, klagt der arme Mann nämlich, “Politiker müssen im Parlament abstimmen”. Müssen.
Es soll Politiker geben, die es als ein Ehre empfinden, manchmal auch als patriotische Pflicht, über Gesetze abzustimmen, andere zu vertreten. Jörn Thießen ist keiner von ihnen, Abgeordneter ist er offenbar nur widerwillig und unter äußerem Zwang geworden. Ein schweres, unentrinnbares Schicksal.
So aber erklärt sich, weshalb der Sozialdemokrat, der Abgeordneter im Bundestag als Listen- und nicht etwa Direktkandidat wurde, die Demokratie oder vielmehr seine “Partei” vor der Bedeutungslosigkeit durch einen ganz besonders intelligenten Vorschlag retten will:
“Wer nicht zur Wahl geht, sollte 50 Euro Strafe zahlen.”
Darauf kann wohl tatsächlich nur ein Sozialdemokrat kommen, der Pastor ist, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr in Straussberg und Listenkandidat seiner SPD zugleich, also vom Souverän für Unfug nicht abgestraft werden kann.
Aber vielleicht wäre ja genau dies ein Ansporn für viele, die er für ihre Wahlenthaltung bestrafen will – er tritt, ganz Demokrat, nicht mehr auf einer Landesliste, auf die Wähler so wenig Einfluß haben wie Nichtwähler, an, sondern als Direktkandidat. Dazu allerdings ist er wohl zu feige.
Und deshalb, traurig aber wahr, wird er den Deutschen wohl trotz offenkundiger Abneigung gegen diese Tätigkeit als Abgeordneter im Reichstag erhalten bleiben, wenn diese, ebenfalls traurig, so dämlich sind, im Herbst jene Partei zu wählen, in der einer wie Jörn Thießen Karriere machen kann.

Letzte Kommentare