20 Jahre ‘Wende’: Was sich geändert hat
Das deutsche öffentlich-rechtliche Frühstücksfernsehen ist doch besser als sein Ruf. Es kann sogar richtig gute RealSatire. Da präsentiert es etwa, der ‘Mauerfall’ muß ja gefeiert werden, einen Photographen, der, als es die Zone noch gab, Bilder machte, die er offenbar nur erfolgreich im deutschen Westen veröffentlichen durfte, um so wenigstens noch dazu beizutragen, Devisen für das zerfallende Land zu erwirtschaften.
Und dieser Photograph erklärt, daß mit dem ‘Mauerfall’ vor 20 Jahren endlich Reise- und vor allem Gedanken- und Meinungsfreiheit ausgebrochen seien, der diktatorische Staat Geschichte sei.
Im nächsten Beitrag befaßt das Aufsteh-TV dann sich mit Dienstleistern, die versuchen, private Spuren vom letzten Party-Photo (!) bis hin zur politischen Meinungsäußerung (!) aus dem Internet zu tilgen, damit der neugierige Personalverantwortliche des künftigen Chefs nichts zu sehen bekommt, was diesem vielleicht nicht passen könnte. Geraten wird, man solle das Netz doch mit positiven Mitteilungen füttern.
Wenn das nicht Kabarett auf allerhöchstem Niveau schon zu früher Stunde ist …

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