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Archiv für Dezember, 2009

Prima Klima

23. Dezember 2009

Es gibt nicht wenige, die ernsthaft daran glauben, daß es eine Erderwärmung gibt, für die der Mensch verantwortlich sein soll. Die Deutsche Bahn, die unter “sibirischen Temperaturen” leidet, scheint sie zu widerlegen:

“Der Bahn-Sprecher für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Jörg Böhnisch, räumte dagegen ein grundsätzliches Problem mit den sogenannten ICE-T ein: ‘Die Fahrzeuge sind nicht so gebaut, dass sie diesen sibirischen Temperaturen standhalten’, sagte er im Mitteldeutschen Rundfunk. Sie seien auf einen normalen mitteleuropäischen Winter ausgelegt.”

Prima Klima also nicht für die Bahn und deren Kunden; dafür aber wohl für’s Klima, das so gar nicht sich verhalten will, wie es die “Wissenschaft” vorhersagt.

tw_24 me, myself and i ,

Aldi backt die Krise

21. Dezember 2009

Triumph des Wollens

20. Dezember 2009

SPIEGEL online hat eine neue Top-Story: “Weltumseglerin Laura Dekker verschwunden”. Was macht für SPIEGEL online einen Teenager zur Weltumseglerin? Das:

“Laura Dekker wollte partout allein rund um den Globus segeln. Doch niederländische Familienrichter durchkreuzten ihren Rekordversuch. Frühestens im Sommer 2010 dürfe die erst 14-Jährige in See stechen, entschieden sie.”

Aber nun ist die Weltumseglerin ja vielleicht unterwegs, den Titel sich zu verdienen – und SPIEGEL online fiebert mit:

“Machte sich die Schülerin etwa verbotenerweise mit ihrem Segelboot auf den Weg?”

Früher hieß es wohl, “SPIEGEL-Leser wissen mehr”. Heute sind sie nur noch zu bedauern, werden ihnen doch Fragen vorgesetzt, die – anderswo – schon beantwortet scheinen:

“Nach Aussage eines Seemanns soll sich das Segelschiff des Mädchens aber noch im Heimathafen befinden.”

tw_24 Schlachtzeilchen ,

Bildungsstreik 2009: Das subjektive Individuum, der autoritäre Druck und die Entfaltung in Liebe

11. Dezember 2009

GEZ für alle: Auch Fernsehverweigerer müssen das Staats-TV unterstützen

8. Dezember 2009

Deutsche Ministerpräsidenten lieben ihr Staatsfernsehen. Jene, die sie regieren unterdessen, lieben das Staatsfernsehen immer weniger, das böse Internet mit all seinen Angeboten hingegen offenbar immer mehr. Diese Aufmüpfigkeit muß, logisch, bestraft werden, weshalb unter fernsehverliebten Ministerpräsidenten nun Pläne geschmiedet werden, internetfähige Geräte zu verteuern.

“Besitzer von internetfähigen PCs oder Handys sollen künftig höhere GEZ-Gebühren zahlen. Das sehen Pläne der Ministerpräsidenten vor, wie das Online-Magazin ‘Carta’ berichtet. Wer bislang einen internetfähigen PC aber keinen Fernseher hatte, musste monatlich 5,76 Euro zahlen. Demnächst sollen 17,98 Euro fällig werden – also gut das Dreifache.”

Es geht – wohlgemerkt – nicht um Geräte, die etwa vermittels TV-Karte die Programme der zahlreichen deutschen Staatssender empfangen können, sondern eben gerade auch um das Smartphone, mit dem irgendwie auf das Internet zugegriffen werden kann, bei dem aber allein schon der Display-Größe wegen der Genuß eines Spielfilms unmöglich scheint.

“Die neue Regelung soll den Wegfall von Gebühreneinnahmen durch Fernsehabstinenz kompensieren.”

Die staatlichen Fernsehfunker produzieren ein Programm, das sich immer weniger Menschen weder auf dem TV-Empfänger noch auf dem Handy-Display antun wollen, bezahlt werden muß es trotzdem auch bei Nichtkonsum. Und entgehen können soll dieser Strafzahlung nur, wer nachweist, daß er überhaupt kein Empfangsgerät, also auch kein “neuartiges”, bereithält.

Da fabulieren die deutsche und Länder-Regierungen auf einem IT-Gipfel über wunderbare vernetzte Kommuikationswelten, die mit Fernsehen ungefähr so viel zu tun haben wie das ZDF mit Staatsferne oder die tagesthemen mit Nachrichten, während sie, da die vielfältige private Kommunikation ihr Staatsfernsehen überflüssig macht, diese mit monatlich zu entrichtenden zweistelligen Strafgebühren belasten wollen – das ist wahrlich Politik aus einem Guß.

Angesichts solcher Pläne müssen, scheint’s, gerade deutsche Verleger über Micropayment für ihre Artikel gar nicht mehr nachdenken. Wer 18 Euro im Monat zusätzlich berappen muß, weil er auf das Staatsfernsehen verzichtet, nicht aber auf, sagen wir, Twitter, hat bestimmt auch noch etwas Geld übrig für ein paar Archiv-Artikel. Bestimmt? Ganz bestimmt.

tw_24 Gesellschaft , , , ,

Kai, der Blogger

7. Dezember 2009

Guten Tag, meine Damen und Herren. Das Ende einer Epoche. Heute morgen fand ich auf meinem Schreibtisch wieder einen Brief der Genossen. Leider wurde mein Antrag auf außerordentliche Mitgliederversammlung (muhhaaahh) Genossenschaftssitzung abschlägig beschieden. Was ich verkraften kann. Denn nach allem was ich höre, hat die Freiheit der Kunst und Satire obsiegt.

Die taz darf ihren Pimmel behalten – die Mehrheit der Redaktion hat sich standhaft (hihihi) gegen die Amputation (lol) gewehrt. Ich gehe also davon aus, dass der Vorstand demnächst auch förmlich den Schwanz einzieht (hahahaha) den Beschluss zur Beschneidung (pruuuuust) des öffentlichen Raumes zurücknimmt. Oder?

Okay. Das waren dann auch genug Lacher zum Thema. Betrachten wir die Diskussion als erledigt.

Ich fang eigentlich ungern mit Zitaten an, aber das da, also das blödsinnige Gefasel mit viel Muhahaha, prust und hihihi kommt nicht aus irgend einen l33t3n Chan, oder aus irgeneinem Forum wo sich die vornehmlich hormongesteuerte Jugend über erste Fummelversuche unterhalten.

Nein, das hab ich grad im Blog des Herrn Kai  Diekmann ausgebudelt. Also ich war immer weit davon weg, die Bild als ansatzweise seriös anzusehen, aber das der Vorturner so weit aus der Spur läuft erstaunt selbst mich.

http://www.kaidiekmann.de/category/meine-taz/

Aber immerhin ergänzt er sich damit wunderbar mit seinen Kommentatoren.

http://www.kaidiekmann.de/idiot-groskotz-nicht-der-aller-klugste/2009/10/27/#more-2572

Rene Gesellschaft , ,

Sachsen feiert: Suse 11.2 ist da!

2. Dezember 2009

Das Unternehmen Linux ist schon fantastisch. Es hat eine schier unüberschaubare Zahl von Betriebssystemen von A wie Alt Linux bis Z wie ZevenOS im Angebot, insgesamt bestimmt 6329, und dennoch kann Linux offenbar jedes dieser Betriebssysteme noch aktualisieren – der Konkurrent Microsoft pflegt hingegen ein weit weniger umfangreiches Produktportfolio.

Umso mehr wissen wir zu schätzen, daß die Fachkräfte der Freien Presse den umfangreichen Linux-Katalog noch durchschauen:
freiepresse091202hl

(Freie Presse 02.12.2009, S. B1, Scan: bofh)

tw_24 Schlachtzeilchen ,