Home > Gesellschaft > Kai, der Blogger

Kai, der Blogger

Guten Tag, meine Damen und Herren. Das Ende einer Epoche. Heute morgen fand ich auf meinem Schreibtisch wieder einen Brief der Genossen. Leider wurde mein Antrag auf außerordentliche Mitgliederversammlung (muhhaaahh) Genossenschaftssitzung abschlägig beschieden. Was ich verkraften kann. Denn nach allem was ich höre, hat die Freiheit der Kunst und Satire obsiegt.

Die taz darf ihren Pimmel behalten – die Mehrheit der Redaktion hat sich standhaft (hihihi) gegen die Amputation (lol) gewehrt. Ich gehe also davon aus, dass der Vorstand demnächst auch förmlich den Schwanz einzieht (hahahaha) den Beschluss zur Beschneidung (pruuuuust) des öffentlichen Raumes zurücknimmt. Oder?

Okay. Das waren dann auch genug Lacher zum Thema. Betrachten wir die Diskussion als erledigt.

Ich fang eigentlich ungern mit Zitaten an, aber das da, also das blödsinnige Gefasel mit viel Muhahaha, prust und hihihi kommt nicht aus irgend einen l33t3n Chan, oder aus irgeneinem Forum wo sich die vornehmlich hormongesteuerte Jugend über erste Fummelversuche unterhalten.

Nein, das hab ich grad im Blog des Herrn Kai  Diekmann ausgebudelt. Also ich war immer weit davon weg, die Bild als ansatzweise seriös anzusehen, aber das der Vorturner so weit aus der Spur läuft erstaunt selbst mich.

http://www.kaidiekmann.de/category/meine-taz/

Aber immerhin ergänzt er sich damit wunderbar mit seinen Kommentatoren.

http://www.kaidiekmann.de/idiot-groskotz-nicht-der-aller-klugste/2009/10/27/#more-2572

  1. 8. Dezember 2009, 19:47 | #1

    BILD muß man, nachdem es eben nicht die taz, Der SPIEGEL oder gar ein öffentlich-rechtlich unabhängiges Qualitätsmedium waren, die der Republik einen Ministerrücktritt nach ganzen vier Wochen im Amt bescherten, wohl in der Tat eine gewisse Qualität bescheinigen. Daß ihr Chef sich in seinem Blog dabei einer Sprache bedient, die ganz besonders, hmm, lebendig wirkt und damit so authentisch; daß wirklich jeder ihn versteht und mitfühlen und -leiden kann, ist doch schön *grins* *tipp* *punkttastesuch*. So werden Buchstaben endlich lebendig, fühlbar.

  1. Bisher keine Trackbacks