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Artikel Tagged ‘Das Böse’

Lärm um nichts: Landtagswahlgetwitter kein Geheimnisverrat?

2. September 2009 tw_24 Keine Kommentare

Twitter, im Bösen das derzeit wohl Böseste, ist eine Gefahr für die deutsche Demokratie, weil, wie alle möglichen und unmöglichen Politiker und sonstige “Experten” behaupten, dortselbst Wahlprognosen frühzeitig veröffentlicht worden sein sollen, deren frühe Publikation verboten ist. Das spricht Günter Krombholz, der Landeswahlleiter in Thüringen, dazu:

“Nach Mitteilung des Landeswahlleiters weist die ‘Twitter Prognose’ kaum Ähnlichkeit zu den Ergebnissen der Nachwahlbefragungen durch die Forschungsinstitute am Wahltag auf, welche als erste Prognose von ARD (Infratest dimap) und ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) für Thüringen ab 18 Uhr veröffentlicht wurden.

Allerdings ist eine große Übereinstimmung der ‘Twitter Prognose’ des Bürgers aus Radebeul mit der letzten regulär und zulässig veröffentlichten Infratest dimap-Umfrage (‘Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahlen wären, …’) im Auftrag des MDR vom 12. August 2009 festzustellen.”

Es scheint so, als hätte tatsächlich nichts stattgefunden, was nicht erlaubt war. Was ist von jenen zu halten, die ein Ereignis, das nicht stattfand, nun breit und langweilig debattieren und dabei nebenbei ein ganz besonderes Verständnis von Dialog offenbaren wie etwa Carl-Christian Dressel, SPD?

Panik! Web 2.0 gefährdet Ihre Demokratie!

24. August 2009 tw_24 Keine Kommentare

tillichDaß das Internet – wurde es nicht ausgerechnet vom amerikanischen [!] Militär [!] erfunden? – böse ist, kann gar nicht oft genug wiederholt werden. Besondere Gefahr geht dabei – gerade für Demokratien – offenbar vom Web 2.0 aus, also Twitter, Facebook und ähnlichen sinnfreien Spielereien. Schön in einem Satz formuliert hat diese seltsame Angst mancher Demokraten für Welt online die Autorin Antonia Beckermann:

“Grund ist die Angst, dass Unentschlossene noch mobilisiert, das Wahlergebnis so verfälscht und der Bundestag am Ende nicht mehr demokratisch legitimiert sein könnte.”

Wie es freilich gehen soll, durch die Ausübung des aktiven Wahlrechts ein Wahlergebnis so zu verfälschen, daß der Bundestag “nicht mehr demokratisch legitimiert sein könnte”, das bleibt ein Rätsel, das die Internet-Ausdrucker lösen müssen. Ist es denn nicht so, daß – auch am Wahltag und noch danach – allerorten seltsam einfallslos aussehende Plakate just dazu auffordern, doch ins Wahllokal zu eilen und Einfluß auszuüben auf das Wahlergebnis sowie damit die Legitimation des Land- oder Bundestags zu stärken?
(Bild: © B.O.f.H.)

Deutsche Polizeigewerkschaft: 2.000 Polizisten sind völlig ausreichend

14. August 2009 tw_24 Keine Kommentare

Das Internet, das er als “größten Tatort der Welt” ausgemacht hat, kann, so Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, schon durch den Einsatz von 2.000 “Cyber-Cops” beherrscht werden. Für die Offline-Welt, den kleineren Tatort, werden entsprechend weniger Cops benötigt. Die deutschen Innenminister äußerten in ersten Stellungnahmen sich erfreut darüber, daß die DPoIG ihnen gerade in Krisenzeiten noch umfangreiche Einsparpotentiale aufzeige.

Je Bundesland sollen in Zukunft nur noch durchschnittlich 125 Polizisten Dienst tun, einige der folgerichtig überflüssigen und daher vor der Entlassung stehenden Beamten könnten allerdings zu Cyber-Cops umgeschult werden, was noch einmal Kosten verursachen würde. Insgesamt aber wiegen die eingesparten Personalkosten diese Ausgabe “doppelt und dreifach auf”, wie ein Sprecher der Innenministerkonferenz am frühen Nachmittag mitteilte. Es gibt doch noch gute Nachrichten.

Das Versagen der Community

7. August 2009 tw_24 Keine Kommentare

Brigitte Zypries von der SPD leidet weiter am Hort des Bösen, der verantwortlich ist zweifellos für verheerende Kriege, Terrorismus und Folter, für vergeßliche Lobbyisten und besonders ehrenwerte Politiker. All das und bestimmt noch viel, viel mehr gibt es nur, weil es das Internet gibt. Und eine versagende Community:

“Auch könnte es an eben dieser Anonymität liegen, dass es der auf ihre Selbstregulierung pochenden community bislang noch nicht einmal im Ansatz gelungen ist, zumindest den extremsten Auswüchsen krimineller Umtriebe im Netz Einhalt zu gebieten.”

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