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Artikel Tagged ‘Deppen’

Du bist Deutschland

11. Mai 2010

“Nach einer Erhebung des Bundesverbandes Bitkom bevorzugen insgesamt 27 Prozent der befragten Firmen eine Kontaktaufnahme per E-Mail oder Web-Formular auf der Firmen-Homepage. Nur noch 61 Prozent plädieren für eine schriftliche Bewerbungsmappe, zwölf Prozent haben keine Präferenz.”

“Hartz-IV-Empfängern steht kein Geld für die Anschaffung eines Computers zu. [..] Ein Computer gehöre nicht dazu [zu einer 'geordneten Haushaltsführung'], entschieden die Essener Richter. Informieren könne man sich auch durch Fernsehen und Radio.”

tw_24 Dummheiten

Bombardiert Bern!

3. Februar 2010

Claudia Roth ist einmal mehr betroffen und weiß vor allem schon alles ganz genau:

“Grünen-Chefin Claudia Roth schlüpfte in die Rolle des früheren Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und attackierte die Schweiz: ‘Wer ist denn der Hehler in dieser Geschichte? Das ist nun einmal so, dass die Schweizer Banken mit flüchtigem Geld, mit Diebesgut, de facto Hehlerei betreiben.’”

Wer bisher annahm, die Schweiz sei ein so souveräner wie demokratischer Rechtsstaat, der kann in diesen Tagen wahrlich nur staunen. Denn offenbar ist weder das eine noch das andere der Fall.

Deutsche Politiker, die einer Vermögenssteuer sich mit dem Hinweis verweigern, Betroffene würden im Falle ihrer (Wieder-)Einführung das Land verlassen, blasen nun zur Jagd auf die Schweiz.

Daß in diesem Staat manche Dinge anders gehandhabt werden als anderswo, Bürgerrechte wie etwa der Schutz privater Daten mehr gelten als beispielsweise in Deutschland, macht die Schweiz zum Verbrecher.

Mit nicht wenig Geld soll das illegale Ausspähen von Daten in der Schweiz belohnt werden, der Zweck heiligt das Mittel:

“Scharf kritisierte Roth die teils zögerliche Haltung der Bundesregierung gegenüber einem Daten-Kauf. ‘Das riecht schon wieder nach Klientelpolitik’, sagte sie. Es scheine so, als wollten Teile der Union und der FDP ihre ’schützende Hand’ über Steuersünder halten.”

“Datenschutz darf aber nicht zum Täterschutz werden”, forderten die dafür berechtigt heftig kritisierten Unionsparteien in ihrem Wahlprogramm 2009. Heute, scheint’s, genießt die Schweiz zunächst nicht einmal mehr staatliche Souveränität.

Und noch weniger gilt das gerade auch gegen die Union betonte Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das in der Schweiz verletzt wurde, etwas. Schweizer Banken sind ausnahms- und beleglos “Hehler”.

Es muß ja aber auch keine reaktionäre “Kultur”, die Kopftuchmädchen hervorbringt und nichts als Repression, gegen die Zumutungen von Aufklärung und Freiheit verteidigt werden …

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SPIEGEL online rechnet

11. Januar 2010

Was steckt dahinter, wenn SPIEGEL online titelt: “Bundesagentur muss jeden dritten Hartz-Bescheid nachbessern”? Sind dann von drei Hartz-Bescheiden ganze zwei korrekt? Nein. Es sind mehr. SPIEGEL online kann nur keine korrekten Überschriften formulieren.

“Hartz-IV-Empfänger haben in den ersten elf Monaten des Jahres 2009 in über 267.000 Fällen fehlerhafte Bescheide erhalten. Nach Angaben des ARD-Magazins ‘Report Mainz’ war damit mehr als jedes dritte Widerspruchsverfahren gegen die zuständigen Jobcenter erfolgreich.”

spon100111

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Triumph des Wollens

20. Dezember 2009

SPIEGEL online hat eine neue Top-Story: “Weltumseglerin Laura Dekker verschwunden”. Was macht für SPIEGEL online einen Teenager zur Weltumseglerin? Das:

“Laura Dekker wollte partout allein rund um den Globus segeln. Doch niederländische Familienrichter durchkreuzten ihren Rekordversuch. Frühestens im Sommer 2010 dürfe die erst 14-Jährige in See stechen, entschieden sie.”

Aber nun ist die Weltumseglerin ja vielleicht unterwegs, den Titel sich zu verdienen – und SPIEGEL online fiebert mit:

“Machte sich die Schülerin etwa verbotenerweise mit ihrem Segelboot auf den Weg?”

Früher hieß es wohl, “SPIEGEL-Leser wissen mehr”. Heute sind sie nur noch zu bedauern, werden ihnen doch Fragen vorgesetzt, die – anderswo – schon beantwortet scheinen:

“Nach Aussage eines Seemanns soll sich das Segelschiff des Mädchens aber noch im Heimathafen befinden.”

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SPIEGEL online schaut fern

13. November 2009

SPIEGEL online, das Boulevard-Portal des “deutschen Nachrichten-Magazins”, berichtete kürzlich über eine amerikanische Talkshow und das Ende eines dort geführten Gesprächs, das gewiß ungemein wichtig war für die gesamte Welt:

“Schließlich wurde das Gespräch fortgesetzt. King fragte Prejean, ob sie ihre Teilnahme am Schönheitswettbewerb bedaure. Prejean schilderte, wie erhebend es gewesen sei, im Rahmen ihrer ‘Miss’-Verpflichtungen ein Kinderkrankenhaus zu besuchen. Das schildere sie übrigens auch in ihrem Buch.

King: ‘Wir haben keine Zeit mehr. Danke, Carrie!’”

“Schließlich” also “wurde das Gespräch fortgesetzt” und von Gastgeber Larry King beendet: “Wir haben keine Zeit mehr. Danke, Carrie!”

Und was mitteilt SPIEGEL online einen Tag nach der zweifellos packenden Schilderung eines Gesprächsendes unter ausdrücklichem Hinweis auf eben jene? Dies:

“Schließlich brach sie das Gespräch vorzeitig ab. [..] Der Besitzer des ‘Miss Universe’-Organisation, Donald Trump, sagte CNN nach der Sendung: ‘[Sie] stürmte [..] aus dem Studio.’”

“Sie” brach “vorzeitig” ab, “stürmte” davon. Ja, wie war es denn nun, SPIEGEL online?

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Versprochen: Horst Köhlers Geschichten

10. Oktober 2009

Horst Köhler hat sich mal wieder “geirrt”. Nach einem Bundesverdienstkreuz, das er der Antisemit“Israelkritikerin” Felicia Langer verlieh, und einer Lobrede auf den Antisemiten Henning Mankell mit anschließender Übergabe eines “Friedenspreises” entdeckte der deutsche Bundespräsident nun rückblickend auf anscheinend historische Ereignisse Panzer und Leichensäcke, wo es wohl gar keine gab:

“In seiner Rede zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution soll Bundespräsident Horst Köhler teils falsche historische Details genannt haben. [..] Historiker und Zeitzeugen widersprachen vor allem bei zwei Angaben: Es würde nicht stimmen, dass damals Panzer vor der Stadt standen und schon Leichensäcke bereit lagen.”

Es soll nun geprüft werden, ob sich vielleicht doch noch irgendwo Panzer finden lassen und Leichensäcke, welche die kühnen Thesen des deutschen Staatsoberhaupts belegen könnten:

“Vor der Stadt standen Panzer, die Bezirkspolizei hatte Anweisung, auf Befehl ohne Rücksicht zu schießen. Die Herzchirurgen der Karl-Marx-Universität wurden in der Behandlung von Schusswunden unterwiesen, und in der Leipziger Stadthalle wurden Blutplasma und Leichensäcke bereitgelegt.”

Gerüchte, wonach in den nächsten Wochen die Zurechnungsfähigkeit des Bundespräsidenten untersucht werden soll, wurden offiziell bisher nicht bestätigt.

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Lärm um nichts: Landtagswahlgetwitter kein Geheimnisverrat?

2. September 2009

Twitter, im Bösen das derzeit wohl Böseste, ist eine Gefahr für die deutsche Demokratie, weil, wie alle möglichen und unmöglichen Politiker und sonstige “Experten” behaupten, dortselbst Wahlprognosen frühzeitig veröffentlicht worden sein sollen, deren frühe Publikation verboten ist. Das spricht Günter Krombholz, der Landeswahlleiter in Thüringen, dazu:

“Nach Mitteilung des Landeswahlleiters weist die ‘Twitter Prognose’ kaum Ähnlichkeit zu den Ergebnissen der Nachwahlbefragungen durch die Forschungsinstitute am Wahltag auf, welche als erste Prognose von ARD (Infratest dimap) und ZDF (Forschungsgruppe Wahlen) für Thüringen ab 18 Uhr veröffentlicht wurden.

Allerdings ist eine große Übereinstimmung der ‘Twitter Prognose’ des Bürgers aus Radebeul mit der letzten regulär und zulässig veröffentlichten Infratest dimap-Umfrage (‘Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahlen wären, …’) im Auftrag des MDR vom 12. August 2009 festzustellen.”

Es scheint so, als hätte tatsächlich nichts stattgefunden, was nicht erlaubt war. Was ist von jenen zu halten, die ein Ereignis, das nicht stattfand, nun breit und langweilig debattieren und dabei nebenbei ein ganz besonderes Verständnis von Dialog offenbaren wie etwa Carl-Christian Dressel, SPD?

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Bündnis 90/Die Grünen: Deine Daten gehören uns!

21. August 2009

“Bündnis 90/Die Grünen”, deutsche Regierungspartei von 1998 bis 2005, entdecken “Bürgerrechte” als Wahlkampfthema. Unter dem schönen Motto Deine Daten gehören Dir haben sie sich eine “Auskunftsaktion gegen die Mobilfunkanbieter” ausgedacht, die mit Auskunftsersuchen dazu gebracht werden sollen, über Daten, die sie über ihre Kunden und – im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung wohl auch jene Nichtkunden, die Kunden kontaktieren – zu berichten.

“Mach mit!” befehlen die lustigen Datenschützer. “Denn: DEINE DATEN GEHÖREN DIR!” Vor das Mitmachen setzen sie – sehr passend – ein Anmeldeformular, laden dazu einverlangen so zwingend, “ein persönliches Interessenprofil [zu] erstellen”, und versprechen “aktuelle Meldungen über ihre angegebenen Interessen”.

“Alle Nutzerinnen und Nutzer garantieren, dass die von ihnen im Rahmen der Registrierung angegebenen persönlichen Daten der Wahrheit entsprechen.”

“DEINE DATEN GEHÖREN DIR!” Und Bündnis 90/Die Grünen. Wenn Du mitmachst. Die Datensammler helfen Dir dann aber bestimmt auch dabei, Dich bei Bündnis 90/Die Grünen zu erkundigen, welche Daten sie von Dir gespeichert haben.

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Deutsche Polizeigewerkschaft: 2.000 Polizisten sind völlig ausreichend

14. August 2009

Das Internet, das er als “größten Tatort der Welt” ausgemacht hat, kann, so Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, schon durch den Einsatz von 2.000 “Cyber-Cops” beherrscht werden. Für die Offline-Welt, den kleineren Tatort, werden entsprechend weniger Cops benötigt. Die deutschen Innenminister äußerten in ersten Stellungnahmen sich erfreut darüber, daß die DPoIG ihnen gerade in Krisenzeiten noch umfangreiche Einsparpotentiale aufzeige.

Je Bundesland sollen in Zukunft nur noch durchschnittlich 125 Polizisten Dienst tun, einige der folgerichtig überflüssigen und daher vor der Entlassung stehenden Beamten könnten allerdings zu Cyber-Cops umgeschult werden, was noch einmal Kosten verursachen würde. Insgesamt aber wiegen die eingesparten Personalkosten diese Ausgabe “doppelt und dreifach auf”, wie ein Sprecher der Innenministerkonferenz am frühen Nachmittag mitteilte. Es gibt doch noch gute Nachrichten.

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Ein Minister, ein Zitat und das Grundgesetz

6. August 2009

Es war einmal ein Minister eines Bundeslandes, der wurde im Rahmen eines von einem Lokalblatt veranstalteten Chats mit dieser Frage konfrontiert:

“Wieso schränkt die SPD die einfachsten Grundrechte durch die (wirkungslose) Internet-Zensur des Zugangserschwerungsgesetztes ein? Für mich verstößt die SPD damit gegen das Grundgesetzt!” [sic!]

Er antwortete und tippte die Antwort vermutlich selbst:

“Wenn wir gegen das Grundgesetz verstossen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderpornografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf.”

So steht es in seiner ganzen schönen Pracht (noch) da – und wirft einige Fragen auf. Diese beispielsweise:

“Kann es denn wirklich sein, dass deutsche Politiker einer verfassungskonformen Partei für puren Aktionismus unser GG in Gefahr bringen?”

Im Eifer des Gefechts, antwortete der Minister nicht, waren meine Finger schneller als meine Gedanken. Meine Äußerung war mißverständlich, das bedaure ich sehr. Vielmehr teilte er mit:

“Meine komplette Antwort darauf war: ‘Wenn Sie denn Recht hätten und wir gegen das Grundgesetz verstoßen, weil wir Pädophilen unmöglich machen kinderponografische Bilder aus dem Internet herunterzuladen, dann nehme ich das in Kauf. Ich persönlich hoffe darauf, dass wir das Problem lindern, wenn wir den Kunden von Kinderponografie das Leben schwerer machen. Wenn deshalb irgendwo auf der Welt nur ein Kind nicht zu pornografischen Bildern missbraucht wird, hat die Aktion das gelohnt.’

Sie werden mir wohl Recht geben, dass das einen ganz anderen Zusammenhang hat, als den den Sie mir unterstellen.” [sic!]

Dürfen wir unterstellen, daß der Minister sich falsch zitiert? Und dürfen wir ebenso unterstellen, daß selbst die “komplette Antwort” Zweifel aufgibt, wie denn der Genosse Thomas Jurk von der SPD zum Grundgesetz steht, auf das er als Minister vereidigt wurde?

Am 30. August wird ein neuer Sächsischer Landtag gewählt. Des Ministers Partei hat gute Chancen, von einer anderen Volkspartei, der NPD, deklassiert zu werden. Letztere plädiert für eine Wiedereinführung der Todesstrafe.

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Polizei im Bordell: Menschenwürde gerettet, Prostituierte obdachlos

28. Juli 2009

“Gegen normale Bordelle”, spricht Ulrich Goll, FDP, habe er nichts. Aber dagegen, daß Mann zum Einheitspreis kann, so oft er eben mag und kann. Das sei, fürchtet der Justizminister Baden-Württembergs, Prostituierten nicht zuzumuten, es würde sie erniedrigen. Deshalb wurden vier sogenannte Flatrate-Bordelle mit polizeilichem Großaufgebot besucht.

Gefunden wurden zwar hygienische Mängel und in einem Fall ungewöhnlich viel Geld, aber nichts, was auf Menschenhandel oder Zwangsprostitution in nennenswertem Umfang schließen läßt. Die Menschenwürde, die Ulrich Goll verteidigen will, scheint gewahrt, die Sexarbeiterinnen verbitten sich gar “Hilfsaktionen” des liberalen TalibJustizministers.

Eine Folge des grandiosen Einsatzes zur Rettung “normaler Bordelle” wird so beschrieben:

“In Fellbach bei Stuttgart haben 80 Huren die Nacht zu Dienstag – in Decken gehüllt – im Freien verbracht. Sie mussten auf der Straße übernachten, eine entwürdigende Situation für die Frauen. Ein Polizeisprecher sagte, vermutlich hätten die Frauen sonst in dem Großbordell übernachtet.”

Aber wenigstens vor “menschenverachtendem Denken”, wie Christoph Palm, CDU, der Bürgermeister Fellbachs, es ausdrückt, wurden die auf der Straße Entwürdigten wohl gerettet. Ein großartiger Erfolg für alle ehrlich Rechtschaffenen. Für die gibt es im “normalen Bordell” die Mehrfach-Entspannung weiterhin gegen geringen Aufpreis …

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Bündnis 90/Die Grünen: Twitter macht blöd

27. Juli 2009

Es gibt Vertreter des Vereins Bündnis 90/Die Grünen, die haben sich “das Hirn herausgetwittert”. Leider nennt Matthias Güldner, als Fraktionsvorsitzender in Bremen zweifellos ein kompetenter Insider, keine Namen.

Befürchtet werden muß daher, daß schon maßgebliche Teile von “Bündnis 90/Die Grünen” jenem unheimlichen Twitter-Dienst zum Opfer gefallen sind, nutzen sie ihn doch ausgiebig, entledigen also folgerichtig und mit einigem Vorsatz sich auch noch letzter Hirnreste.

Als Regierungspartei empfehlen sich Hirnlose so wenig wie für eine Oppositionsrolle. Netterweise gibt es in Deutschland noch eine Fünf-Prozent-Hürde, an der Dumme scheitern können und sollten.

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Pressefreiheit

25. Juli 2009

Britney Spears tritt am Wochenende in Berlin auf. Der Sängerin Management hat, so heißt es, für freie und Agentur-Photgraphen ein Bilderverbot erlassen, was diese gar nicht erbaulich finden. Sie hätten nämlich nur allzu gern in Wort und eben auch Bild über den Auftritt berichtetgeworben.

“Wenn das Management so ein Tamtam mache, müssten sie halt auf Werbung verzichten.”

Wo Werbung mit Bildern nicht gemacht werden darf, ist, logisch, die Pressefreiheit in höchster Gefahr, wie der Deutsche Werberverb Journalistenverband warnt. “Das kann nicht sein. Da ist ein Boykott die einzige und richtige Lösung”.

Wenn in den nächsten Tagen Zeitungen erscheinen mit leeren Spalten oder gar Seiten, wo berichWerbung gemacht werden sollte, glauben wir, daß wir etwas vermissen.

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Schleswig-Holstein: Ministerpräsident ohne Selbstachtung

23. Juli 2009

Was ist ein Politiker wert, der nicht bereit ist, sich selbst das Vertrauen auszusprechen? Harry Peter Castensen, CDU, hat als Ministerpräsident Schleswig-Holsteins die “Vertrauensfrage” gestellt – und auch beantwortet: Mit seiner Enthaltung. Er scheint sich nicht zu vertrauen, weiß es aber offenbar nicht genau.

Selbstbewußtsein? Selbstvertrauen? Keine Ahnung.

Ein echtes Vorbild. Eine Partei mit solchen Köpfen verdient es, gewählt zu werden.

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Deutsche Orden: Bundesverdienstkreuz für Felicia Langer

19. Juli 2009
“Israel ist Inbegriff von Gewalt.”
(Felicia Langer, “Menschenrechtsaktivistin”)
 

Hundertausende gingen, so wird aus der Islamischen Republik Iran berichtet, am Freitag in Teheran auf die Straße, um gegen das für eine Wahlfarce, die nicht erst mit der Stimmen-”Auszählung” begann, verantwortliche Mullah-Regime zu protestieren. Mit ungehemmter Gewalt ging das Regime wie auch schon in den Wochen zuvor gegen die auch und vor allem von Frauen getragenen Proteste vor, von denen der Ruf “Nieder mit Ahmadinejad!” ausgeht.

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Was die SPD unter “Versachlichung” einer Debatte versteht

13. Juli 2009

Die sogenannte SPD hat vertreten durch Eckhard Fischer, Wirtschaftsreferent ihrer Bundestagsfraktion, einen bemerkenswerten Gedankenaustausch im Namen der von ihr gestellten Reichstags-Abgeordneten Ute Berg mit einem Bürger bestätigt und bekräftigt, der ihr mitgeteilt hatte, “eigene bzw. freie DNS-Server” zu benutzen:

“Mit der neuen gesetzlichen Regelung bekämpfen wir nicht nur die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte im Internet, sondern schützen zugleich Internetnutzer, sichern rechtsstaatliche Grundsätze und ermöglichen ein transparentes Verfahren. Sie hingegen haben für sich die technischen Voraussetzungen geschaffen, damit sie sich weiterhin unbeschränkt, wenn Sie denn die Absicht hätten, die Vergewaltigung von Kindern betrachten können und dies auch im Bekanntenkreis weiter empfohlen. Die Kinderschänder in dieser Welt werden es Ihnen danken. Hingegen die Pädophilen, die um ihre Neigung wissen und diese bekämpfen, danken uns, da sie nun nicht mehr Gefahr laufen, versehentlich auf entsprechende Seiten zu stoßen.”

Für die SPD, erklärt also Eckhard Fischer, ist ein Bürger, der nichts unternimmt, was irgendwie verboten wäre, jemand, dem “die Kinderschänder in dieser Welt” zu Dank verpflichtet sind, und, mehr noch, offenbar selbst hochgradig verdächtig, habe er doch “für sich” und durch entsprechende Empfehlungen im Bekanntenkreis “die technischen Voraussetzungen geschaffen, damit sie sich weiterhin unbeschränkt, wenn Sie denn die Absicht hätten, die Vergewaltigung von Kindern betrachten [zu] können”.

Eckhard Fischer, dem wohl nicht mehr zu helfen ist, wittert er doch schon in gesetzeskonformem Verhalten das Verbrechen, meint, das, was er schrieb, sei eben (s)eine “persönliche Note”, und klagt über eine “politischen Streitkultur, die neu ist”. Neu scheint daran in der Tat, daß noch jemand sich überhaupt herabläßt, den Kontakt mit sozialdemokratischen Vernunftallegikern seines Schlags zu suchen, die doch nur Bürger zu beleidigen vermögen und ihnen kriminelle Machenschaften unterstellen.

Man sollte schon um des eigenen Seelenfriedens willen davon absehen, die SPD noch wahrzunehmen. Die Politsekte kann sich ja noch von den ihr dankbaren “Pädophilen, die um ihre Neigung wissen und diese bekämpfen”, wählen lassen.

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no-kids.org: Gefährliche Naivität

7. Juli 2009

Gegen Blödheit, die kontraproduktiv ist und gefährlich, hilft, so traurig das ist, manchmal aber immerhin ein Editor.

hosts

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Vertrag von Lissabon: BVerfG rettet Bundestag vor sich selbst

30. Juni 2009

Das Verfassungsgericht in Karlsruhe hat, so lautsprechert es von A wie Angela Merkel bis F wie Frank-Walter Steinmeier, ihnen einen “guten Tag für den Lissabonner Vertrag” beschert, der “eine weitere wichtige Hürde genommen” habe. Er kann “also ratifiziert werden”, wie der Deutschen Außenminister zufrieden sagte. Natürlich wären da noch ein paar “Hausaufgaben” zu erledigen und sie, die “Hausaufgaben” würden auch ernstgenommen, aber am Zeitplan ändere sich dadurch nichts.

Es spricht aus diesen Urteilen zum Urteil just die Arroganz, die es erst nötig machte – eine Arroganz, die demokratische Grundsätze als Ballast betrachtet. Denn in der Tat ist das Urteil eine Riesenohrfeige für all jene Mitglieder des Bundestags, die mit ihrer Zustimmung zum Gesetz sehenden Auges ihrer Selbstentmachtung zustimmten. Die “Volksvertreter” haben just in eigener Sache gründlich versagt und wurden nun in Karlsruhe ertappt – sie bekamen leider eine Chance zum “Nachbessern”.

Und dabei, aber nur dabei, ist bemerkenswerterweise möglich, was beispielsweise beim verfassungswidrigen Wahlrecht nicht möglich sein soll – schon im August will der Bundestag mit einer Sondersitzung die Parlamentsferien unterbrechen, um in erster Lesung seine Rechte stärken, wie es das Verfassungsgericht fordert. Im September könnte dann schon ein verfassungsgemäßes Gesetz zum Lissabonner Vertrag verabschiedet werden, ganz so, wie es Kanzlerin und Außenminister wünschen.

Vor der Peinlichkeit immerhin, daß erneut ausgerechnet Die Linke und ein (!) Unions-Politiker den Gesetzgeber durch eine Klage vorm Verfassungsgericht erfolgreich daran erinnern müssen, was seine Rechte – und damit notwendigerweise auch Pflichten – sind, können die meisten Abgeordneten bewahrt werden. Haben sie nicht den Anstand, beschämt nicht mehr anzutreten, darf und sollte der Souverän ihnen am 27. September die weitere Mitgliedschaft im Bundestag ersparen.

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