Die Gratulanten sind entsetzt.
“Schwedens Außenminister Bildt als Ratschef wirft dem iranischen Regime vor, mit ‘Scheinprozessen’ gegen die Opposition ‘die gesamte EU’ zu brüskieren.”
Weil die Islamische Republik Iran – anders als die EU – Menschen gleich behandelt, eben keine Ausnahme macht für Botschaftsmitarbeiter:
“Denn unter den Angeklagten sind auch drei Mitarbeiter europäischer Botschaften – ihre sofortige Freilassung wird gefordert.”
Aber eine solche “Provokation” läßt die “gesamte” Europäische Union glücklicherweise sich nicht gefallen, die Mullahs sollen erzittern vor LachenAngst:
“‘In dieser Frage müssen wir deutlich sein.’ Man werde dazu am Sonntag neue diplomatische Kontakte in Teheran aufnehmen.”
Hoffentlich haben die Mullahs Anrufbeantworter.
tw_24 Gesellschaft Aberglaube, Appeasement, EU, Iran
Nachdem sie durch ihre kluge Nichteinmischungspolitik die Mullahs in der Islamischen Republik Iran das Fürchten lehrte, die darob einknickten und prompt Bürgerrechte einführten, plant die Europäische Union nun weitere Aktionen, um noch ein, zwei Gefangene, die nicht von der durch die demokratisierten Mullahs ausgerufenen Generalamnestie profitieren konnten, wieder in Freiheit zu sehen:
“Die Europäische Gemeinschaft will Geschlossenheit demonstrieren: Alle 27 Mitgliedstaaten haben sich auf ein Stufenmodell geeinigt, mit dem Iran bewegt werden soll, Mitarbeiter der britischen Vertretung freizulassen. [..]
Zunächst wurden am Freitag die iranischen Botschafter in die Außenministerien der EU-Mitglieder einbestellt. Iran wurde aufgefordert, sofort zwei inhaftierte Mitarbeiter der britischen Botschaft freizulassen. Wenn der diplomatische Appell nicht fruchtet, will die EU ab nächster Woche Reisebeschränkungen vorbereiten.
Dazu würden die EU-Staaten Listen mit Namen wichtiger Regimevertreter erstellen, die dann keine Visa für die Einreise in die EU erhielten. [..]
Erst in der dritten Stufe wollen sich die EU-Außenminister wieder mit der Frage befassen, ob sie ihre Botschafter geschlossen abziehen wollen. Deutsche Diplomaten warnten jedoch vorige Woche, dass Europa mit dieser Methode keine guten Erfahrungen gemacht habe [..].
1989 hatten die EG-Staaten ihre Botschafter aus Teheran abgerufen [..] 1997 riefen die EU-Staaten wiederum ihre Missionschefs zurück [..]. In beiden Fällen schickten einzelne EU-Staaten ihre Botschafter jedoch schon nach wenigen Wochen ohne Absprachen zurück, um ihre Beziehungen zu Teheran nicht zu beschädigen.”
tw_24 Gesellschaft Appeasement, Europäische Union, Iran, Islam, Menschenrechte
Die Europäische Union hat mit Javier Solana einen “Außenminister”, der seine Befähigung zu diesem Amt eindrucksvoll unter Beweis stellte, als er in Beirut Mahmoud Ahmadinejad zur gewonnenen (Wieder-)Wahl zum Präsidenten der Ilsamischen Republik Iran gratulierte.
“Der Beauftragte für Außenpolitik der EU, Javier Solana, äußerte die Ansicht, dass alles, was er zu diesem Zeitpunkt sagen könne, sei, dass die Wahlbeteiligung sehr hoch gewesen sei, und dass man die Entscheidung des iranischen Volkes respektieren werde.”
Wie dazu paßt, daß die EU nun sich “besorgt” zeigt über die “Lage im Iran”, bleibt freilich rätselhaft. Das “iranische Volk”, Javier Solana stellte es fest, hat sich doch entschieden – für den Amtsinhaber, der in Moskau weilt. Da gilt es eigentlich doch, jene scharf zu verurteilen, die mit der Akzeptanz dieser Entscheidung des “iranischen Volks” offenkundig Probleme haben.
Doch immerhin, der “Dialog” mit dem Mullahregime soll – wie übrigens auch Barack Hussein Obama es sich wünscht – unbeeindruckt fortgesetzt werden, wobei “Dialog” in diesem Zusammenhang vor allem bedeutet, daß Deutschland weiterhin ungestört von Bedenken Geschäfte mit Teheran fördert. Bei soviel “Dialog” können Menschenrechte in der Tat nur stören.
tw_24 Gesellschaft EU, Iran
Hmm, ich dachte das wär die Antirassismus-Konferenz, aber nein, wenn der Europäische Regierungs-Adel und der Schwarze Mann aus D.C. selbiger fernbleiben verkauft man das dem dummen Leser als Tribunal gegen Israel? Kein Wort mehr von Annäherung und Gesprächen, sondern eine stumpfe wie auch dümmliche Absage. Das Thema Rassismus ist momentan eh über, nach dem selbst Rütlischüler schon auf der Bühne stehen. Hier zeigen Regierende mal wieder, wie wenig das geschwätz von gestern wert ist. Dass auf der gleichen Bild-Seite auch noch Steini ein “Yes, i will Präsident Kanzler werden” zugeschrieben wird, ist gerade zu erschreckend. Besonders wenn man sich seine letzten zwei innenpolitischen Knieschüsse zum Thema Steuern und Steuererklärungsabwrackpräme anschaut.
Ich bin grad ganz schön Politikgefrustet.
*Update*
Nun, es hat ja hervoragend geklappt in der neutralen Schweiz. Einer redet, alles rennt weg. Und die ganze Welt schaut zu und hört, was die Abgesanten der sogenannten zivilisierten Welt nicht hören wollte. Anstatt sich dem zu stellen, verdrückt man sich lieber “um ein Zeichen zu setzen”. Der einzige, der in Ruhe ein Zeichen setzen konnte war aber Ahmadinedschad. *kopfschüttel*
Rene Gesellschaft, Weltpolitik Bundestag, Freiheit, Iran, Islam, Israel, USA
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